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Water en land

Küstengebiete   Watten und Priele   Biotop   Delta   Das Deltagebiet   Delta und Natur   
Das Küstenschutzwerk an der Oosterschelde, Foto Fitis, www.fotofitis.nl

Das Deltagebiet

Das Deltagebiet bildete seit seinem Ursprung ein ökologisch einzigartiges Gebiet. Es ist der Schnittpunkt drei großer ökologischer Verbindungsachsen: die ostafrikanischen Zugroute für Wasservögel, das Mündungsgebiet des Rheins, der Maas und der Schelde und das Einstromgebiet atlantischen Ozeanwassers über den Ärmelkanal. Diese Bedingungen haben für viele Pflanzen- und Tierarten eine besondere Bedeutung.
Im ursprünglichen Zustand bestand das niederländische Deltagebiet aus weit verzweigten Ästuarien und Salzwiesen, Sandbänken, Schlickböden und stillen Wasserflächen. Das nördliche Ästuar war einst mehrfach verzweigt, was einzigartig in Europa war. Die ausgedehnten Gezeitenzone wurden von der Dynamik der Gezeiten und den Flüssen unterhalten. Typisch waren die sehr schrittweisen Übergänge von süß nach salzig, flach und tief, hoch und niedrig, sandig und schlickig.

  • Menschliche Einflüsse
    Oosterschelde Hochwasserschütze-Einrichtung, foto fitis, sytske dijksen

    Das Deltagebiet ist schon seit vielen Jahrhunderten auch ein Wohnort für Menschen. Im ständigen Kampf gegen das Wasser wurden darum ab etwa dem Jahr 1000 Deiche angelegt und neues Land eingedeicht. Das natürliche Meandern der Flüsse in der Landschaft wurde damit verhindert. Dennoch hatte das Deltagebiet bis in die 1950er noch einen hohen Grad an Natürlichkeit. Das änderte sich mit der Ausführung der Deltawerke und der weitgehenden Regulierung der Flüsse. Als alle Staudämme, Schleusen und Hochwasserschutzeinrichtungen gebaut waren, war im großen Teil des Deltas der Gezeiteneinfluss verschwunden und damit auch beträchtliche Flächen an Salz-, Süß- und Gezeitengebieten. Platen in der Oosterschelde und in den völlig abgeschlossenen Meeresarmen drohten zu verschwinden. Nur im Voordelta entstand ein neues Gezeitengebiet.

  • Naturwert
    Hellegatsplaten, foto fitis, sytske dijksen

    Der Beitrag des Deltagebietes an der nationalen und internationalen Biodiversität ist zurückgegangen. Deltagebiete sind seltener als abgedämmte Wasserläufe. Ein mehrfaches Ästuar mit einer ausgedehnten Brackwasserzone, so wie es das früher im nördlichen Teil des Deltagebietes gab, gab es nirgendwo anders in Europa.