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Dieren en planten

Water en land

Das Deltagebiet   Delta und Natur   

Mens en Milieu

Noord-Beveland, foto fitis, sytske dijksen

Umbruch in der Natur durch die Deltawerke

Die Deltawerke haben als unbeabsichtigte Nebenwirkungen große Veränderungen in der Natur und den außendeichs gelegenen Flächen von Goeree-Overflakkee und den Meeresarmen der Haringvliet und des Grevelingen verursacht. Mit dem Wegfall der Gezeitenbewegung verschwand die Kraft, die jahrhundertelang für die Entstehung von neuem Land gesorgt hat. Bei der Kenterung der Tide hinterließ das Meer eine Schlickschicht auf den Wattflächen. Nach einiger Zeit waren die Flächen so hoch aufgewachsen, dass sie eingedeicht werden konnten.

  • Trockenfallen und zuwachsen
    Beweide Flache Tholen, foto fitis, sytske dijksen

    Nach dem Abschluss der Seegatts fielen viele Flächen permanent trocken. Dort, wo der Mensch weiter nicht eingreift, wachsen sie langsam mit Gestrüpp aus Holunder, Weiden und Sanddorn zu. Ein großer Teil der außendeichs gelegenen Gebiete wird jedoch beweidet. Der Grevelingen veränderte sich von einem Salzsee in einen Brackwassersee mit einem stabilen Wasserstand (20 cm unter NAP). Im Brouwersdam gibt es eine Schleuse, durch die Seewasser eingelassen wird.

  • Klärung
    Grevelingen, foto fitis, sytske dijksen

    Das Grevelingenwasser ist viel klarer als vorher, denn der Schlick kann schnell auf den Boden sinken, da es keine Turbulenzen mehr gibt, die früher von den Gezeiten hervorgerufen wurden. Für fischfressende Vögel ist der Grevelingen ein ausgezeichnetes Gebiet für die Nahrungssuche geworden (Haubentaucher, Schellente, Kormoran). Durch das klare Wasser kann das Sonnenlicht bis auf den Seegrund durchdringen und hat so die Seegrasausbreitung gefördert. Wintergäste wie zum Beispiel Gänse und Schwäne bevorzugen dieses Seegras. Große Gruppen dieser Tiere suchen das Gebiet des Grevelingen auf. Auf den Groden brüten Watvögel, die jetzt nicht mehr vom Hochwasser überrascht werden.

  • Aussüßung und Verbuschung
    Haringvliet bei Tiengemeten, foto fitis, sytske dijksen

    Das Haringvliet ist ein Süßwassersee geworden. Die schmalen außendeichs gelegenen Gebiete sind mit Schilf bewachsen und bieten dem Haubentaucher und der Rohrweihe gute Nistmöglichkeiten. Viele Tier- und Pflanzenarten haben Vorteile aus dem Abschluss der Meeresarme gehabt, aber andere mussten darunter leiden. Die Meeresarme waren die Kinderstuben von jungen Meeresfischen (Seezunge, Kabeljau, Scholle), die sich in den sicheren Buchten aufhielten bis sie stark genug waren, um in das offene Meer zu ziehen. Diese Funktion ging verloren. Des weiteren ist auch die salztolerante Vegetation der Salzwiesen verschwunden. Und auch die Vögel, die von den Tieren der unbewachsenen Wattplaten lebten, haben es bei der Nahrungssuche schwieriger (Austernfischer, Alpenstrandläufer, Säbelschnäbler).