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Water en land

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Die Besiedlungsgeschichte Helgolands

Helgoland hat schon seit Menschengedenken eine mystische Bedeutung, nicht nur durch das markante Erscheinungsbild, sondern auch durch allerlei Mythen und seltsame Fundstücke. So findet man gelegentlich halbmetergroße Kupferscheiben, die meist vor etwa 1000 Jahren gegossen wurden. Wahrscheinlich war der nördliche Teil von Helgoland schon viel länger, nämlich in der Bronzezeit, eine ergiebige Kupfermine.

  • Piraten und Schätze

    Auch auf dem Oberland befindliche Grabhügel, die leider gänzlich verschwunden sind, zeugen von der vorgeschichtlichen Bedeutung. Der berühmte Nordseepirat Klaus Störtebeker fand auf Helgoland einen geeigneten Unterschlupf und wie bei so vielen Piratengeschichten, hoffen einige Menschen noch heute auf den legendären Goldschatz. Störtebeker jedenfalls wurde vor Helgoland von einem hanseatischen Schiff mit niederländischem Kapitän gefangen genommen und landete in Hamburg auf dem Schafott.

  • Phantasievolle Gerichte

    Die vielen besonderen Rezepte der Helgoländer für die Meeresdelikatessen zeigen, dass die Lebensmittelversorgung auf dieser kleinen Insel nicht einfach, aber deshalb umso phantasiereicher war. So wurden nicht etwa bloß Hummer gegessen, sondern auch Strandschnecken (Hölker). Auch Seevögel wurden intensiv für den Kochtopf bejagd: der Geschmack der Trottellummen wird als "grönländisch" beschrieben, was wohl "tranig-fett-fischig" heißen soll, während die Dreizehenmöwenpastete gut munden soll. Zum Dessert gab es Pudding, der mit Korallenmoos angedickt wurde. Als alkoholische Nachspülung wurde der "Helgoländer Eiergrog" gereicht.

  • Bombadierungen

    Im Jahre 1938 wurde an der Ostseite durch die Nazis ein U-Bootbunker gebaut, zudem wurden das Unterland mit Aufspülungen erheblich erweitert. Helgoland war deshalb im Krieg ein wichtiges Bombenziel, aber der umfangreichste Eingriff des Menschen fand am 18. April 1947 statt. Mehr als 6.000 Tonnen Munition sollten der Insel ein Ende bereiten: die Alliierten wollten den Felsen in der südlichen Nordsee als Marinestützpunkt und Symbol (die deutsche Nationalhymne endstand hier!) für alle Zeiten beseitigen. Glücklicherweise hielt der Felsen stand. Doch es entstand aus dem Südzipfel das "Mittelland", auf dem heute eine Kurklinik steht.

  • Neue Besiedlung

    Erst ab 1953 wurde Helgoland wieder bewohnt. Auf dem Unterland entstanden neben dem neuen Inseldorf nun auch eine Jugendherberge, die "neue" Biologische Anstalt Helgoland, ein Meerwasserschwimmbad und Sportanlagen. Heute stellt der Tourismus die einzige wesentliche Einkommensquelle der Helgoländer dar.