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Hamburgisches Wattenmeer   Scharhörn und Nigehörn   

Mens en Milieu

Scharhörn und Nigehörn

Nordwestlich von Neuwerk liegen die beiden unbewohnten Vogelinseln Scharhörn und Nigehörn.

  • Scharhörn

    Scharhörn ist eine Düneninsel, die sich auch heute noch um etwa 1-4 m pro Jahr in südöstlicher Richtung fortbewegt. Durch die Nähe zum Elbfahrwasser ist die Insel der ständigen Brandung ausgesetzt und droht in den nächsten Jahren zu verschwinden.
    Bereits um 1300 wird Scharhörn erwähnt. Damals war es für die Seeschifffahrt ein gefährliches Riff und ein Schiffsfriedhof. Das blieb bis zum 20. Jahrhundert so. Um 1900 erkannte man Scharhörn als einzigartiges Vogelparadies. Ab 1929 wurden gezielte Anpflanzungen und Schutzmaßnahmen für die Insel vorgenommen und 1939 wurde Scharhörn unter Naturschutz gestellt.
    Scharhörn ist eine Vogelschutzinsel und darf nur unter Führung des Vogelwartes betreten werden. Diese Insel ist eine bedeutendes Schutzgebiet für Brut- und Rastvögel. Hier brütet die größte Seeschwalbenkolonie des gesamten Nordseeraumes. Heute gehören Scharhörn und Nigehörn zum Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer.

  • Nigehörn

    Nigehörn entstand 1989 - innerhalb von 5 Wochen. 1,2 Kubikmeter Sand wurden damals auf die Sandbank südwestlich Scharhörns mit Hilfe eines Saugbaggers aufgespült. Sandfangzäune und Anpflanzungen von Strandhafer sollen die natürliche Dünenbildung unterstützen.
    Nigehörn soll langsam die Brutplätze des gefährdeten Scharhörns ersetzen und damit u.a. das Fortbestehen einer der größten Seeschwalbenkolonien an der deutschen Nordseeküste langfristig sichern. Für Nigehörn gilt ein absolutes Betretungsverbot, nur der Vogelwart von Scharhörn kontrolliert von Zeit zu Zeit die Vogelbestände.