Von Dagebüll aus verkehren die Fähren nach Föhr und Amrum. Dagebüll war ursprünglich eine Hallig und liegt jetzt im Dagebüller Koog, der 1704 eingedeicht wurde. Die Zugverbindung nach Sylt geht von Niebüll aus.
In Schlüttsiel legen die Fähren nach Amrum, Hooge und Langeneß ab. Schlüttsiel liegt im 1958/59 eingedeichten Hauke-Haien-Koog. Dieser Koog hat 3 große Speicherbecken, die in den Zeiten, in denen die Außenwasserstände zu hoch sind, das Binnenwasser auffangen und so Überflutungen mit Süßwasser verhindern sollen.
Ein besonderer Koog in Nordfriesland ist der Sönke-Nissen-Koog. Der in bescheidenen Verhältnissen geborene Sönke Nissen erwarb im heutigen Namibia ein Vermögen durch den Eisenbahnbau für die Diamantminen. Zurück in seiner Heimat erklärte er sich bereit, den Bau des Koges zu finanzieren. Die Häuser des 1925 entstandenen Koges tragen allesamt grüne Dächer und sind nach den Stationen von Nissens Eisenbahnlinie in Namibia benannt.
Der Ort Bredstedt (Bräist) ist ein Handelsort, in dem besonders der Viehhandel früher eine Rolle gespielt hat. Hier befindet sich auch das Nordfriisk Instituut, das sich mit der friesischen Sprache und Kultur beschäftigt.
In Husum befindet sich seit 1970 der Sitz der Kreisverwaltung von Nordfriesland. Husum ist mit ca. 25000 Einwohnern die größte Stadt in Nordfriesland. Durch die Sturmflut von 1362 erhielt Husum einen direkten Zugang zum Meer. 1436 wurde hier die erste domartige Kirche gebaut. Bereits im 16. Jahrhundert war Husum ein bedeutendes wirtschaftliches Zentrum an der Westküste, vor allem der Kornhandel verschaffte der Stadt einen Reichtum. Die Gottorfer Herzöge errichteten 1577-1582 ein großes Schloss und seit 1603 besitzt Husum Stadtrechte. Ab dem 17. Jahrhundert begann der Niedergang Husums, Friedrichstadt entwicklete sich zum Konkurrenzhafen. Zudem wurde 1634 die "Kornkammer" der Stadt, die Insel Alt-Nordstrand zerstört. Im 18. Jahrhundert kam Husum zu Dänemark und die Hafengeschäfte blühten langsam wieder auf. Jedoch versandete der Hafen in der Folgezeit. Da Dänemark staatsbankrott war, wurde die gotische Marienkirche abgerissen, das Schloss verlor seinen letzten Turm und im Schlossgarten wurde Zichorie angebaut. Im späten 19. und im 20. Jahrhundert ging es wieder bergauf mit Husum. Bis vor wenigen Jahrzehnten wurden hier noch große Viehmärkte abgehalten. Die neue Kirche Husums wurde 1832 gebaut. Vor der Kirche steht ein 1902 erbauter Brunnen mit einem jungen Fischermädchen, "Tine" genannt. Der Husumer Hafen hat eine Schiffswerft und ist Heimathafen für viele Garnelenfischer. Husum ist ebenfalls Heimatort des berühmten Schriftstellers Theodor Storm, der hier u.a. den Schimmelreiter schrieb. Im Nissenhaus gibt es ein Heimatmuseum.
Tönning liegt im Südosten der Halbinsel Eiderstedt, direkt an der Eidermündung. Eine ungewöhnlich große und hohe Warft trägt den Stadtkern. Bereits 1186 besaß Tönning eine Kirche. Tönning erhielt im 16. Jahrhundert das Stadtrecht. Nach dem Bau des Eiderkanals nahm Tönning im 18. Jahrhundert einen großen Aufschwung, da die für Hamburg bestimmten Schiffe, aufgrund der Kontinentalsperre Napoleons I., hierher geleitet wurden. Die 5500 Einwohner zählende Stadt lockt mit ihrem historischen Schlossgarten, den engen alten Gassen und dem malerischen Fischereihafen viele Besucher an. In Tönning befindet sich das Nationalparkamt des Nationalparkes Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und das Nationalpark-Informationszentrum Multimar Wattforum.
1972 wurde unter anderem als Sturmflutschutz und zur Verkürzung der Deichlinie das Eidersperrwerk durch die Eidermündung gebaut. Dabei wurden 1200 ha Mündungswatten und die Eider aus dem Gezeiteneinfluss herausgeholt. Nur noch bei geöffneten Fluttoren kann das Meerwasser eindringen. Eine Schleusenkammer garantiert dem Schiffsverkehr ein Einfahren in die Eider.
St.Peter-Ording liegt an der Westküste der Halbinsel Eiderstedt. Die Entwicklung St. Peters hat ab Mitte des 19. Jahrhunderts einen rasanten Verlauf genommen. 1835 war der Ort nicht mehr als eine "Sandfläche" und 1875 wurde St.Peter-Ording bereits zum Bad erklärt. Die gute Erreichbarkeit durch die Lage auf dem Festland, zusammen mit einem natürlichen Strand und Seeklima waren ausschlaggebend für diese Entwicklung. Der Strand von St. Peter-Ording wird für zahlreiche Aktivitäten genutzt: sonnenhungrige Strandurlauber verbringen hier ihre Zeit, es wird hier geritten und das Strandsegeln betrieben und der Strand wird als Autoparkplatz genutzt. In St. Peter ist das Eiderstedter Heimatmuseum im typisch friesischen Bauernhaus zu besichtigen. Das heute mit St. Peter verbundene Fischerörtchen Ording ist vom Tourismus noch nicht so stark erfasst.
Neben Tönning besitzt nur Garding die Stadtrechte, und zwar seit 1590. Die um 3000 Einwohner zählende Siedlung ist der wirtschaftliche Mittelpunkt der umgebenden Köge und liegt im Herzen der Halbinsel Eiderstedt.
Das im äußersten Nordwesten der Halbinsel gelegene Dorf Westerhever lockt besonders durch den auf Westerheversand gelegenen und sehr bekannten Leuchtturm. Im dorf Westerhver steht ein mächtiger Kirchturm aus der Zeit um 1370, der Jahrhunderte als Seezeichen diente.