1987 wurde nach fünfjähriger Bauzeit der 9 km lange Deich zwischen Nordstrand und dem Festland geschlossen und damit die ehemalige Nordstrander Bucht eingedeicht. Es entstand der 3.340 ha große Beltringharder Koog. Mit der Nordstrander Bucht sind etwa 845 ha Salzwiesen, 2459 ha Wattflächen sowie 140 ha Wasserflächen dem Gezeiteneinfluss auf Dauer entzogen worden.
Der Beltringharder Koog steht unter Naturschutz. Andersartige Nutzung gibt nur an den Badestellen am Lüttmoordamm und Holmer Siel, sowie an einigen Dämmen, Deichen und dem Speicherbecken. Die Naturschutzfläche im Koog teilt sich in drei verschiedenartige Zonen: Salzwasserbiotop, Sukzessionsflächen und Feuchtwiesen.
Das Salzwasserbiotop erhält Wasser aus dem Wattenmeer. Durch zwei Siele kann in diese Zone, die sich im zentralen Bereich des Kooges befindet, das Wasser im natürlichen Gezeitenrhythmus ein- und ausströmen. Der Tidenhub beträgt allerdings nur 20 bis 40 cm. Die Sukzessionsfläche befindet sich im Südteil des Kooges. Im ehemaligen Vorland wurden einige Gewässer angestaut, die Tier- und Pflanzenwelt bleibt sich selbst überlassen. Im zentralen und nördlichen Bereich des Kooges liegen die Feuchtwiesen. Es ist das Vorland des ehemaligen Festlanddeiches. Diese Feuchtwiesen werden beweidet.