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Mens en Milieu

Jagd   Walfang   
house with whale bones, foto fitis, sytske dijksen

Hollum

Hollum hat eine wichtige Rolle in der Geschichte von Ameland gespielt. Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte Ameland durch den Walfang eine Zeit unbekannten Wohlstandes ": Das Goldene Jahrhundert von Ameland". Viele Insulaner lebten vom Walfang, die Frauen sorgten für Haus und Herd. Zahlreiche alte Häuser in Hollum erinnern noch an diese Zeit. Es sind die Kommandeurshäuser, die von den wichtigen Schiffsführern der Walflotte bewohnt wurden.

  • Die Häuser von Hollum
    commandershouse in Nes, foto fitis, sytske dijksen

    Die Häuser sind an der doppelten Reihe herausschauender Simssteine im Vordergiebel zu erkennen; eiserne Anker geben die Jahreszahl der Erbauung an. Der bekannteste Kommandeur in Hollum war Hidde Kat. Durch seine Tagebücher wurde viel über den Walfang bekannt.
    Die meisten Kommandeurshäuser fallen unter Denkmalschutz. Mit seinen ca. 1250 Einwohner ist Hollum das westlichste Dorf auf Ameland.

  • Reformierte Kirche
    gravestone in Hollum, foto fitis, sytske dijksen

    Im denkmalgeschützen Dorfbild nimmt die markante niederländisch-reformierte Kirche aus dem 14. Jahrhundert einen besonderen Platz ein. Die Kirche hatte unter den Normannen viel zu leiden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde sie total verwüstet. Es dauerte mehr als 100 Jahre, bis wieder Gottesdienste stattfanden. 1678 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Die Reformation hatte inzwischen stattgefunden, die ursprünglich katholische Kirche diente jetzt für reformierte Gottesdienste. Auf dem Friedhof rund um die Kirche wurden zahlreiche Seefahrer aus der Zeit des Walfangs begraben. Ihre Grabsteine sind stumme Zeugen einer früheren Vergangenheit.
    Vor dem Bau des Leuchtturmes 1880 hatte die reformierte Kirche neben der religiösen Funktion auch eine Funktion als Seezeichen.
    Es gibt noch zwei andere prächtige Kirchen in Hollum: die altreformierte Kirche und die mennonitische Kirche. Sie erzählen die Geschichte der Mennoniten auf Ameland.

  • Museen
    Hollum, foto fitis, sytske dijksen

    Hollum hat zwei Museen. Das Reddingsbootmuseum, in dem die Geschichte eines tapferen Volkes in seinem Kampf gegen das Meer erzählt wird und das Sorgdragermuseum, in den die Kulturgeschichte der Insel und ihrer Bewohner dargestellt wird.
    Das älteste erhaltene Haus von Ameland steht in der Johannes Bakkerstraat 6 und hat ein Ankerdatum von 1516. Am Rande des Dorfes steht eine neue Getreidemühle, die das Getreide für den Bäcker mahlt. Die Mühle ist für Besucher geöffnet.

  • Leuchtturm
    Leuchtturm auf Ameland, Foto Fitis, www.fotofitis.nl

    Nicht weit vom Dorf entfernt, in den Hollumderduinen, steht der Leuchtturm. Es ist einer der schönsten gußeisernen Leuchttürme der Niederlande. Der Turm wurde 1880 erbaut. Bis 2005 diente er als Bake für die Schifffahrt.
    Rijkswaterstaat beschloss 2000 aufgrund von Einsparungen den Betrieb des Leuchtturmes auf Ameland zu beenden. Am 1. Januar 2005 wurde die Funktion als Seezeichen aufgehoben und das Gebäude wurde offiziell Ameland übergeben. Seitdem hat der Brandaris auf Terschelling die Funktion des Leuchtturmes über Radar übernommen.