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Die Kobbeduinen auf Schiermonnikoog., Martin Schoemaker, Bezoekerscentrum Schiermonnikoog

Kooiduinen, Kobbeduinen und die Willemsduin

Neben den Noorderduinen gibt es noch zwei schmale Dünengebiete auf Schiermonnikoog, die Kooiduinen und die Kobbeduinen. Die Kooiduinen sind 300 Jahre alt und die Kobbeduinen erst 150 Jahre. Die Willemsduin ist die östlichste Dünengruppe auf der Insel.

  • Kooiduinen

    Die Kooiduinen sind rund 300 Jahre alt. Wie aus alten Karten ersichtlich wird, gab es um 1600 diese Dünen noch nicht. Danach sind sie als eine Art Verlängerung der Oude Duinen entstanden. Die Kooiduinen sind Bestandteil des Deichringes, der Ring aus Dünen und Deichen auf Deltahöhe um das Dorf herum. 1963 wurden die Kooiduinen erhöht. Der Sand für die Erhöhung kam aus der heutigen Berkenplas und der Kooiplas. 1992 hat man die Höhe der Kooiduinen erneut gemessen. Die Dünen mussten wiederum an einigen Stellen erhöht werden. Man entnahm dazu Sand nördlich der Kooiduinen. Es entstand hier ein Gewässer mit dem Namen Binnenkwelderplas. Auf den Kooiduinen wachsen Kriechweiden, Holunder, Birke und Weißdorn.

  • Kobbeduinen

    Die Kobbeduinen entstanden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Diese Dünenreihe war zuerst eine Verlängerung der Kooiduinen. Erst später ist der heutige Ort der Kobbeduinen entstanden, mehr parallel zu den Kooiduinen. Das Wort Kobbe ist eine Verballhornung des Wortes Kove, was Möwe bedeutet. In den Dünentälern der Kobbeduinen wachsen durch die geschützte Lage viele Pflanzen. Holunder, Sanddorn und Weidenröschen geben dem Gebiet das ganze Jahr über ein farbiges Gesicht. Die langen, holzigen Stängel des Weidenröschens wachsen am liebsten auf stickstoffreichen Böden. An Stellen ohne Salzwassereinfluss wächst das Sumpf-Herzblatt. Da viele Gräben, die sonst entwässern würden, zugewachsen sind, sind Bereiche der Kobbedünen versumpft. Dadurch kommen seltene Pflanzen wie Fleischrotes Knabenkraut, Sumpf-Glanzkraut und Bitterer Enzian hier vor.

  • Willemsduin

    Die Willemsduin ist eine der östlichsten Dünengruppen auf Schiermonnikoog. Vor dem Bau des Flugsanddeiches wurde die Willemsduin jedes Jahr größer. Nach dem Bau wurden die Dünen jedoch langsam wieder kleiner. Die Willemsduin ist ein markantener Punkt für Wanderer und Wattwanderer. Bei den Dünen steht ein Seezeichen, das den Schiffern und Wanderern zur Orientierung dient.