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Noorderhaaks, foto fitis, sytske dijksen

De Razende Bol (Noorderhaaks)

In der Nordsee, direkt westlich des Marsdiep, liegt die Sandbank Noorderhaaks. Nur bei schweren Stürmen steht die Sandplate völlig unter Wasser. Noorderhaaks gehört zur Gemeinde Texel. Insulaner nennen die Plate meistens "de Razende Bol". Es ist ein beliebtes Ziel für eine Bootsfahrt von Den Helder oder Oudeschild aus. An schönen Tagen kann es auf dem Razende Bol ganz schön voll werden. Allerdings suchen Seevögel und Robben hier auch ihre Ruhe. Seit 2006 ist der westliche Teil für die Öffentlichkeit gesperrt, vor allem um die etwa 120 Kegelrobben zu schützen, die hier ruhen.

  • Ein dynamisches Stückchen Niederlande
    Molengat (links), foto fitis, sytske dijksen

    Der Razende Bol ist unberührt. Menschen haben hier niemals eingegriffen und das ist in den Niederlanden schon sehr besonders. Die Sandbank ist entstanden, weil das bei Ebbe aus dem Marsdiep strömende Wasser auf die steigende Flut aus der Nordsee stößt. Die beiden Strömungen heben sich auf und der Sand in dem Nordseewasser setzt sich ab. Diese Art von Sandplaten wandert immer. Vor etwa einem Jahrhundert lag an der Stelle der heutigen Razende Bol eine andere Sandplate, Onrust. Die Onrust wuchs Anfang des vorigen Jahrhunderts an Texel fest. Der Razende Bol wandert mit einer Geschwindigkeit von etwa 100 Metern pro Jahr nach Nordosten, aber ob er auch an Texel anschließen wird, ist noch nicht sicher. Die Strömung im Molengat, der Priel zwischen Texel und dem Razende Bol, ist jetzt noch ziemlich stark und der Abstand zwischen Insel und Sandplate wird nicht kleiner. Es scheint eher, dass der Razende Bol sich an der Küste entlang in die nördliche Richtung ausbreiten wird. Das Molengat ist etwa 650 Meter breit. Nur Schiffe mit geringem Tiefgang können es durchfahren.