Die Geschichte des Polders Eijerland beginnt um 1620 mit dem Schließen des Seegats zwischen Texel und Eierland. Der Sanddeich an der Westseite des Polders wurde damals angelegt. In den folgenden zwei Jahrhunderten entstand östlich dieser Flugsanddeiche eine ausgedehnte Salzwiese, das Buitenveld. Es sah dort damals in etwa so aus, wie heute auf der Boschplaat von Terschelling.
In den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts begann eine Gesellschaft unter Leitung des belgischen Reeders de Cock mit der Eindeichung. Man baute einen rund elf Kilometer langen Deich um die hohe Salzwiese herum. Das Land wurde eingeebnet und als landwirtschaftliche Fläche eingerichtet. Die Landwirte, die sich in dem neuen Polder ansiedelten, kamen aus den verschiedenen Gegenden der Niederlande. Die Namen und Baustile einiger Bauernhöfe, wie 'Breda', 'Hunsingo' und 'Rotterdam' erinnern daran.
Der ursprüngliche Seedeich des Koger Landes und vom Polder Waal en Burg wird Ruigendijk genannt. Dieser Deich bildet jetzt die Südgrenze des Polders Eijerland. „Hinter dem Ruigendijk“ ist noch immer etwas anders als Texel. Die Landschaft ist offen, es gibt einen Flugplatz und ein Gelände für Motorcross, und hier wohnen raue Freibeuter, so sagt man.