1948 wurde der Vliehors von der königlichen Luftwaffe (KLU) eingerichtet. Die Beschäftigten der Luftwaffe waren im Osten der Insel untergebracht. Sie wohnten in der Oost-Batterij, ein Überrest aus dem Zweiten Weltkrieg. Es handelte sich dabei um eine Luftabwehrbatterie der deutschen Kriegsmarine und bestand aus einer großen Anzahl von Unterkünften und Geschützstandorten. Die Schießübungen wurden auf dem Vliehors abgehalten. Das Gelände umfasst 17 Quadratkilometer und besteht vornehmlich aus Sand in Form einer kahlen Sandfläche mit einigen Dünenreihen in der Längsrichtung. Bei Sturm und hohem Hochwasser strömt noch immer Wasser von der Nordsee über die Hors hinweg, aber auch vom Wattenmeer kann das Wasser kommen.
Das niederländische Heer (KL) hat sich erst ab 1956 auf Vlieland niedergelassen. Ab dem Zeitpunkt wurde bis 1960 vor Beginn der Schießsaison ein Zeltlager aufgebaut (Schießsaison KL: 1. September - 15. April; KLU: ganzjährig). Das benötigte Material wurde von Harlingen aus vor Beginn der Saison mit Hilfe von Landungsfahrzeugen hinüber transportiert. Nach Beendigung der Saison wurde das Zeltlager wieder abgebaut und das Material wieder zurück gebracht zum Depot Cavalerie in der Bernhardkaserne in Amersfoort.
1960 wurde ein Camp aus Baracken gebaut, in dem der feste Stab und die Übungstruppen wohnten. Die KLU verließ 1961 ihre Unterkunft im Osten und wurde ebenfalls im Camp 'De Vliehors' untergebracht.
2004 wurden die Schießübungen mit Panzern auf der Vliehors beendet. In dem Jahr wurde das Cavalerischietkamp (CSK), das inzwischen zum Schulungszentrum Manöver umgetauft wurde, definitiv geschlossen. Alle Ziele des Heeres sind inzwischen weggeräumt. Die Südseite des Vliehors wurde an die Natur zurück gegeben.