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Dieren en planten

Mens en Milieu

Wieringen

Einwohnerzahl:

8600

Hauptdorf:

Hyppolytushoef

Fläche:

170 Quadratkilometer

Wasserfläche:

147 Quadratkilometer

Landfläche:

23 Quadratkilometer

Wichtigste Einkommensquellen:

Tourismus, Landwirtschaft

Besondere Tiere:

Ringelgans

Besondere Pflanzen:

Seegras (früher), Meerkohl

Besondere Landschaftselemente:

Endmoräne aus der Eiszeit, einziger natürlicher Hochwasserschutz in den Niederlanden, der keine Düne ist.
Polder Waard-Nieuwland, Balgzand

Haukes Hafen , Historische Vereniging Wieringen

Wieringen - die geheime Insel

Wieringen ist eine am Übergang vom Wattenmeer zur (ehemaligen) Zuiderzee, heute IJsselmeer. Wieringen besteht zum größten Teil aus einer Endmoräne, die hier in der vorletzten Eiszeit von den Gletschern gebildet wurde. Auf der Insel haben die Wikinger gewohnt, hier wurde auch ein Wikingerschatz gefunden. Wieringen verdankt seinem Namen dem Seegras (= wier), das hier früher gewonnen wurde. Die Insel hat eine besondere Geologie und Bodenkunde, Archäologie, Naturgebiete und Kulturgeschichte.

  • Das Wappen von Wieringen
    Bauernschuppen in Oosterklief, eARTh works!, Wieringen
    Bauernschuppen in Oosterklief, eARTh works!, Wieringen
    Bauernschuppen in Oosterklief, eARTh works!, Wieringen

    Aufgrund seiner Bodenzusammensetzung hat sich Wieringen der Erosion durch das Meer jahrundertlang widersetzen können. Wieringen besteht aus einer Reihe von Endmoränen, die in der vorletzten Eiszeit, der Saale-Eiszeit, zusammengeschoben wurden. Die Endmoränen bestehen aus Geschiebelehm. Dieses dichte und für Wasser schwer durchdringbare Material sorgte dafür, dass sich die Insel in der sehr dynamischen Gezeitenlandschaft halten konnte.

    Der Einfluss des Meeres war dennoch zu spüren und so sind sie Endmoränen von Wieringen dann auch die Orte, an denen alte Siedlungskerne gefunden werden. Der höchste Punkt von Wieringen mit 12,80 m über NAP liegt nordwestlich der Nicolaaskerk in Westerland; die niedrigsten Bereiche der Köge und des Polder Waard Nieuwland liegen auf ca. 1,5 m unter NAP.

    Westerklief und Oosterklief sind die Namen der zwei Ortschaften am West- bzw. Ostrand der Endmoräne. Als Wieringen noch eine Insel war, entstanden durch das Meer Steilküsten am Rande dieses Geschiebelehmhügels. Diesen Kliffs verdanken Wester- und Oosterklief ihre Namen. Durch die Bearbeitung des Landes sind die Kliffküsten auf Wieringen verschwunden. Der letzte Überrest (in Westerland, in der Nähe des Amsteldiepdijk) ist vor einigen Jahren beim Bau eines Appartementenkomplexes zerstört worden. Westerklief ist der Ort, in dem Ende 1995 und Anfang 1996 der Wikingerschatz von Wieringen gefunden wurde.
    Von West nach Ost sind die wichtigsten Ortschaften: Westerland, Hippolytushoef, Stroe, Oosterland und Den Oever. Ebenfalls von West nach Ost gibt es die kleineren Orte Dam, De Haukes, De(n) Hoelm, Hollebalg, Noorderbuurt, Westerklief, Oosterklief, Belt, Normer, Zandburen, Elft, Noordburen, Noord-Stroe, Smerp, Vatrop, De Geest und De Heid. Die Einwohnerzahl von Wieringen belief sich 1997 auf 9370 Menschen.

  • Die junge Insel

    Die Insel Wieringen entstand erst relativ spät, im 11. und 12. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammt die Legende der versunkenen Stadt Grebbe, die meistens auf dem Balgzand oder auf der Breehorn, auf der Höhe von Vatrop angesiedelt wird. Es wird sich wahrscheinlich nicht um eine richtige Stadt gehandelt haben, aber mittelalterliche Tonscherben, die regelmäßig im Watt gefunden werden, zeigen, dass dieses Gebiet bis ins Mittelalter bewohnt wurde - auch wenn es sich dabei um kleine Ortschaften handelte. Dirk Burger von Schoorl erinnert in seiner Chronik des 18. Jahrhunderts von Schagen an eine ältere Chronik von De Zijpe van Valcoogh, in der die folgenden Verse stehen:
    Viele Städte und Dörfer bei Wieringen lagen
    Die schon im Wasser steckten
    Im Jahre dreihundert XXXIIJ mit Klagen
    Als Gonsende versank und andere Städte verloren gingen
    (Gemeint ist das Jahr 1333, als Gawijsen oder Gouwsend ausgedeicht wurden).

  • Verbindungen
    Abschluss des Vlieter am 28. Mai 1932, Historische Vereniging Wieringen

    Wieringen verlor seinen Inselstatus mit dem Bau des Amsteldiepdeiches (auch kurzer Abschlussdeich genannt) zwischen der Ewijcksluis und Westerland. Der Schluss dieses Deiches fand am 31. Juli 1924 statt, es sollte allerdings noch zwei Jahre dauern, bevor er für den Verkehr frei gegeben wurde. Im Juli 1929 wurde der Deich zwischen Medemblik und Den Oever (der östliche Hafenort von Wieringen) geschlossen. Die Sielpumpen Leemans und Lely wurden in Betrieb genommen und am 21. August 1930 war der Wieringermeerpolder eine Tatsache. Schließlich wurde am 28. Mai 1932 der Abschlussdeich zwischen Den Oever und Friesland geschlossen.

    Aber trotz der Tatsache, dass Wieringen nun wieder an Noord-Holland festsitzt - und mit einem 32 Kilometer langen Deich auch an Friesland), hat Wieringen seinen etwas besonderen Status auf vielen Gebieten behalten können: geologisch, archäologisch, landschaftlich, historisch, folkloristisch, sozial und kulturell. Eigentlich ist Wieringen die am wenigsten bekannte und am besten zu erreichende Wattenmeerinsel.

  • Wieringen wieder eine Insel?

    1999 hatten der VVV, die Gemeinde, die Provinz und der Wasserverband den Plan, um aus Wieringen wieder eine Insel zu machen. An der Südseite sollte ein großer See im Wieringermeerpolder gegraben werden, da wäre die Insel wieder an vier Seiten von Wasser umgeben. Man hofft, dass dann mehr Touristen nach Wieringen kommen. 2004 stimmte der Gemeinderat gegen den Plan, aber 2005 wurde eine Absichtserklärung für den Inselplan unterzeichnet.