Das Öl gelangt beim Spülen der Tanks auf den Schiffen und durch die Einleitung von verschmutztem Ballastwasser in das Meer. Früher durften die Schiffe ihre Tanks mit Meerwasser außerhalb der Zwölfmeilenzone spülen. Dadurch gelangten jährlich zwischen 1000 und 1500 Tonnen Öl legal in das Meer. Auch die Bohrplattformen durften ölhaltige Bohrspülungen in das Meer ablassen.
Heute gibt es strenge Regeln. Die Nordsee ist nach dem MARPOL-Vertrag ein 'besonderes Gebiet', in dem Öleinleitungen verboten sind. Schiffe dürfen ihren Abfall bei den Entsorgungseinrichtungen in den Häfen abgeben. Es gibt jedoch immer noch Kapitäne, die bei Stürmen und an Feiertagen, wenn die Überwachung gering ist, das Öl ins Meer laufen lassen. Das diese illegalen Einleitungen noch immer stattfinden, hängt mit der kostenpflichtigen Abgabe zusammen. Die Stichting De Noordzee ist dafür, die Entsorgung von Abfällen im Hafen 'gratis' anzubieten und dafür das Hafengeld um einige Prozentpunkte zu erhöhen.
Bestimmte große Frachtschiffe dürfen noch immer Ölreste über Bord kippen, sofern diese sehr stark verdünnt sind. In dem 'Beschluss zur Verhinderung von Ölverschmutzungen durch Schiffe' stehen die genauen Bedingungen. Um Unfälle zu verhindern, müssen neue Öltanker heute doppelwandig gebaut sein. Neben Mineralölen sind auch pflanzliche und tierische Öle gefährlich für Tiere.