Neben Turbinen gibt es eine Anzahl von anderen Möglichkeiten der Energieerzeugung. Wichtig dabei ist, dass die Apparate sehr robust sind, denn die Kräfte des Meeres sind enorm. Vor der Küste von Portugal wurde 2004 mit einem Test der Archimedes Waterwing begonnen. Dies ist eine Art Riesenröhre mit einem Durchmesser von 10 Meter, die von der niederländischen Firma Teamwork Technology entwickelt wurde. Der Apparat besteht aus zwei Zylindern. Der obere Zylindern bewegt sich unter dem Einfluss der Wellen auf und nieder, da er mit Luft gefüllt ist. Er schiebt sich über den zweiten Zylinder, der auf dem Boden steht. Magnete setzen die Bewegung in Elektrizität um. So ein Gerät hat eine Höhe von insgesamt 35 Metern und kann 2 Megawatt produzieren. Seit September 2001 wurden 3 Versuche unternommen, um den Prototyp abzusenken, aber erst 2004 ist dies gelungen. Verläuft das Experiment erfolgreich, dann wollen die Produzenten einen ganzen Park mit Wellenkraftwerken anlegen.
Vor der dänischen Küste wurde 2002 der Wave Rotor installiert, eine Art umgedrehter Mixer. Die Meeresströmung sorgt dafür, dass sich die 'Mixerstäbe' drehen, unabhängig von der Strömungsrichtung, während die Wellen eine vertikale Bewegung generieren. Der Apparat wurde vom Planungsbüro Ecofys in Utrecht entwickelt. Das Projekt wird vom Danish Wave Energy Program unterstützt, das jedoch von der konservativen dänischen Regierung wieder gestoppt wurde. Ebenfalls in Dänemark wurde der Wave Dragon entwickelt. Dies ist eine Art Boot, über das die Wellen hinweg schlagen. Durch einen Ausguss, in dem eine Turbine sitzt, läuft das Wasser wieder heraus. 2004 begann das erste Testexemplar mit seiner Arbeit.
In Schottland wurde ein ganz anderer Apparat entwickelt, der Pelamis. Das ist eine bewegliche Schlange von 120 Metern, die auf den Wellen treibt. Die Bewegung der Scharniere wird in Elektrizität umgesetzt, wodurch 0,75 Megawatt produziert werden können.