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Energie   Energie aus dem Meerwasser   
Meerwasser im Marsdiep., Ecomare

Energie aus dem Meerwasser

Aus dem Unterschied in der Spannung von Süß- und Salzwasser kann mit Hilfe von Membranen, die für Salz-Ionen durchlässig sind, Energie gewonnen werden. Wenn man sehr viele Membranen miteinander verbinden würde, könnte man zum Beispiel Energie zwischen dem IJsselmeer und dem Wattenmeer erzeugen. Theoretisch könnten dort 3300 Megawatt erzeugt werden, vergleichbar mit der Menge aus fünf großen Kraftwerken. Das Problem ist allerdings das Wachstum von Bakterien, die für einen hinderlichen Biofilm sorgen. Dies könnte mit Chemikalien verhindert werden, die wiederum aber schädlich für die Umwelt sind. Derzeit sind die Membranen auch noch sehr teuer.

  • Testinstallation

    In Harlingen wurde 2005 mit dem Bau einer Testanlage für ein Osmose-Kraftwerk begonnen, das aus Salz- und Süßwasser durch umgekehrte Elektrolyse Strom erzeugen soll. Im Salzwasser ist normales Küchensalz (NaCl) gelöst. Indem die Ionen durch zwei Membranen ins Süßwasser geleitet werden entsteht ein Spannungsunterschied, aus dem Strom erzeugt werden kann. Das einzige 'Abfallprodukt' ist Brakwasser. Laut Eigentümer des Betriebes könnte es in zehn Jahren eine große Installation geben, die 200 Megawatt Energie liefert. Mit diesem Strom könnten fast alle westfriesischen Haushalte mit Energie versorgt werden.

  • Wärme aus kaltem Meerwasser

    Eine ganz andere Methode, Energie aus dem Meerwasser zu holen, ist die mit einem Wärmetauscher. Die Wärme des Meerwassers wird auf ein Netzwerk übertragen, an das die Häuser angeschlossen sind. Kleine Wasserpumpen im Haus sorgen dafür, dass die Temperatur des Wassers im Haus weiter steigen kann. Das System arbeitet sogar im Winter. Die erste Ansiedlung, die auf diese Art erwärmt werden soll, ist Duindorp in Scheveningen.