Zwischen 2000 und 2010 hatte der Fischereisektor mit verschiedenen tiefgreifenden Entwicklungen zu tun. Die Fischerei auf Herzmuscheln im Wattenmeer im großen Stil wurde verboten und eine neue Erscheinung hielt ihren Einzug: Die Miesmuschelsaateinfangeinrichtung. Der Preis von Schiffsdiesel stieg über alle Maßen, so dass der Kuttersektor jetzt von allerlei Innovationen spricht (Schwebkurren, Elektrofischerei, neue Motorentechnologie), die weniger Energie kosten und zu einem großen Teil auch einen günstigen Einfluss auf die Natur haben. Die Niederländer aßen immer mehr Zuchtffische, vor allem aus Asien.
Die Fischbestände schwankten wie seit jeher. Der Kabeljaubestand blieb zu niedrig, mit Scholle und Hering ging es jedoch besser. Die Fischerei in gut verwalteten Beständen hat die Möglichkeit, eines der Qualitätssiegel zu bekommen sowie einen grünen Haken im Viswijzer.
Damit die Fischerei in gute Bahnen gelenkt wird, wurden viele Regeln aufgestellt. Das Kapitel ‚Fischereipolitik‘ behandelt die wichtigsten. Daneben versuchen die Fischer von sich aus ‚vernünftig zu fischen‘. Sie sind mit ihrem Einkommen immerhin von einer gesunden Umwelt mit guten Fischbeständen abhängig.