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Dieren en planten

Mens en Milieu

Muschelfischerei   Miesmuschelzucht   
Miesmuschelparzellen., Foto Fitis, www.fotofitis.nl

Miesmuschelzucht

Ursprünglich wurden die Miesmuscheln nur von den natürlichen Bänken gefischt, vornehmlich von den trockenfallenden Platen. In Dänemark wird es auch heute noch so gemacht. In den Niederlanden und Niedersachsen werden die Miesmuscheln in eigens dafür angelegten Zuchtparzellen aufgefischt. Im Frühjahr und Herbst wird von natürlichen Miesmuschelbänken die "Saat" (junge Miesmuscheln) abgefischt. Diese Saat wird in den Zuchtparzellen im Wattenmeer und zeeländischen Gewässern ausgesetzt. Sobald die Miesmuscheln 4 bis 5 cm groß sind, werden sie aufgefischt und in anderen, tieferen Parzellen ausgesetzt. Dort steht mehr Nahrung zur Verfügung, wodurch die Miesmuscheln schneller wachsen. Ein Rückschlag erlitt die Muschelfischerei, als 2006 die Miesmuschelsaat aus Irland nicht mehr eingeführt werden durfte, da die Umweltrisiken zu groß sind. Es wird an der Entwicklung von alternativen Methoden für die Miesmuschelsaatzucht gearbeitet.

  • Zeeländische Miesmuscheln aus dem Wattenmeer
    Miesmuscheln mit Queller, Ecomare

    Wenn die Zuchtmuscheln zum Verzehr groß genug sind, werden sie gefangen und in der sauberen Osterschelde ausgesetzt. Hier kommen die Muscheln zur Ruhe und können sich vom Sand und Schlick säubern. Nach dieser "Spülaktion" werden sie als Zeeländische Miesmuscheln auf den Markt gebracht. So gelangen jährlich zwischen 80 und 100 Millionen Miesmuscheln auf den Markt.