Jedes Jahr werden in europäischem Absprache die sogenannten TACs (Erlaubter Gesamtfang) für jede Fischart festgestellt, die vorgibt, wieviel Fisch die europäischen Fischer fangen dürfen. Pro Land wird dann abgesprochen, welchen Teils des TACs die einzelnen Länder auffischen dürfen, wobei die Quoten untereinander getauscht werden können. 2007 werden die Quoten in Europa vermutlich auf eine neue Art verteilt. Die EU-Mitgliedsstaaten legen selbst die Vorschriften für die Kontrolle der ihnen zugewiesenen Quote fest.
Die Fischereiregeln werden stark kritisiert, auch von den Fischern selber. Die Fischarten schwimmen nicht getrennt im Meer und in der gewünschten Quote umher. Fischer, die z.B. auf Seezunge fischen, haben häufig ungewollten Beifang an Kabeljau, der die erlaubte Menge überschreitet. Dieser zusätzliche Kabeljau wird tot zurück ins Meer geworfen oder auf See verhandelt. Darüber hinaus werden unter dem Druck der Fischereilobby mit den dazugehörigen Interessengruppen die Quoten häufig höher eingestellt, als es für den Fischbestand gut ist. Des weiteren ist die Einrichtung der Fischereiquote nicht als Umweltschutzmaßnahme gedacht, sondern um die Fischerei langfristig mit Fisch zu versorgen. Die Politik richtet sich nur auf eine beschränkte Zahl an Fischarten, nicht auf das Ökosystem der Nordsee insgesamt. In der Praxis werden letztendlich schon seit Jahren die EU-Fischereiregeln in großem Rahmen übertreten.