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Schwimmschleppnetze   Hecktrawlfischerei   
Hecktrawler, Stichting de Noordzee

Hecktrawlfischerei

Matjes und geräucherte Makrelen werden mit Hecktrawlern gefangen: Große Fischereischiffe, die notfalls monatelang auf See bleiben können. 2009 gab es in der niederländischen Fischereiflotte 14 große Trawler. Diese Trawlerflotte beschäftigt eine Besatzung von 500 Menschen. Sie fischen in der Nordsee und im Ärmelkanal auf Hering, Stöcker und Makrele. Längere Fahrten führen unter anderem nach Westafrika, den Falklandinseln und Island. Die Fänge werden an Bord verarbeitet, wo sich auch Fischverarbeitungs- und Tiefkühleinrichtungen befinden. Die Räume sind eingerichtet, um den Fang tiefgefroren oder gekühlt zu lagern.

  • Fischen im großen Rahmen

    Ein paar Zahlen, die den Umfang von einem Hecktrawler deutlich machen. Der größte Tiefkühltrawler in Europa, der übrigens unter niederländischer Flagge fährt, ist 144 Meter lang und hat einen 12.000 PS starken Motor. Das Schiff kann 7000 Tonnen Fisch einfrieren und benötigt zum Fangen dieser Menge einen Monat. Dieser Fang stellt einen halben Prozent des gesamten Fischfangs in der Nordsee innerhalb eines Jahres dar.

  • Zwischenlager rettet Delphine

    Ein Problem bei der Hecktrwalfischerei besteht darin, dass regelmäßig Delphine mitgefangen werden. Forscher vom RIVO-DLO und dem Delphinarium in Harderwijk haben heraus gefunden, dass die Delphine von den Fischern selber angelockt werden. Die werfen nämlich den unerwünschten Beifang während des Fischzuges über Bord und das zieht die Delphine an. Ein Zwischenlager löst dieses Problem. In einer Kiste wird der Beifang für eine Zeit zwischengelagert und über Bord geworfen, wenn nicht gefischt wird.

  • Andere Fischgründe

    Mit der Fischquote wird geregelt, wie viel Fische einer Art jedes Land fangen darf. Die Fischmengen, die ein Trawler fangen kann, sind inzwischen sehr groß und die Fischquote in den Gewässern der EU ist so niedrig, dass die Trawlerflotte regelmäßig in andere Gebiete ausweicht. Seit 1988 fischt die Flotte viel in den Gewässern vor Marokko und Mauretanien sowie in der Nähe der Falklandinseln. Aber auch an der Ostküste der USA und manchmal sogar im südlichen Pazifik wird gefischt.