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Fischereitechniken   Treibnetzfischerei   Vleetfischerei   
Treibnetze., Ecomare

Treibnetzfischerei

Treibnetze hängen wie ein Vorhang aufrecht im Wasser, oben von Bojen und an der Unterseite von Gewichten gehalten. Der Fisch wird gefangen, indem er mit seinen Kiemen oder Flossen im Netz hängen bleibt. Feinmaschige Treibnetze (Vleete) wurden früher oftmals in der Heringsfischerei auf der Nordsee verwendet. Großmaschige Treibnetze werden gegenwärtig häufig auf den Ozeanen eingesetzt, um Thunfische, Schwertfische und große Pfeilkalmare zu fangen. Die größten Treibnetze waren 15 m hoch und sage und schreibe 50 Kilometer lang. Treibnetze sind tödlich für allerlei Walartige.

  • Verbot der Treibnetze

    Greenpeace führt schon seit Jahren Aktionen gegen die Treibnetzfischerei auf den Ozeanen, da Tausende Delphine in den Netzen sterben. Aber es geht nicht nur um die Delphine. So bestand der jährliche Beifang der japanischen Treibnetzfischerei auf Kalmare aus 1000 Lachsen, 90.000 Haien, einer Million Thunfische, drei Millionen anderer Fische, 30.000 Meeresvögel, 2000 Meeressäuger und 37 Meeresschildkröten.
    In Europa fischte ein kleiner Teil der französischen, irischen, britischen, italienischen und dänischen Flotte im Atlantik und im Mittelmeer mit Treibnetzen auf Thunfische und Schwertfische. Seit dem 1. Januar 2001 ist die Treibnetzfischerei in europäischen Gewässern verboten. Auf der Nordsee wurde schon seit jeher nicht mit großmaschigen Treibnetzen gefischt.