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Waden- oder Zugnetzfischerei

Das Prinzip der Wadenfischerei ist das Umschließen von Fischschwärmen mit einem Netz, das dann zusammen gezogen wird (daher auch Zugnetzfischerei). Diese Fischereitechnik war einst auch an der Nordsee eine wichtige Fischereitechnik, die vom Strand aus ausgeübt wurde (Strandwade). Moderne Varianten sind die Ringwadennetze (vor allem von die Industriefischerei ausgeübt) und die Ankerwadenfischerei. Diese Technik wird vor allem von dänischen Fischern auf Plattfische ausgeübt, die diese Technik "snurrevåd" nennen. In tieferem Wasser setzt man eine Variante ein, die rund um Island entwickelt wurde: das Fly-shooten.

  • Fischen mit Pferden

    Die Wadenfischerei vom Strand aus geschah unter anderem auf Ameland und wurde mit Pferden durchgeführt. Die Wade, ein sehr langes Netz, wurde von einem Reiter ins Meer gebracht. Auf dem Strand war das Netz an einen Ackerwagen befestigt. Beide bewegten sich gleichzeitig in dieselbe Richtung, parallel zum Strand. Die Wade schleppte über den Meeresboden und jagte den ganzen Fisch vor sich her. Wenn nach einigen Kilometern der Reiter das Netz an den Strand brachte, brauchte man die Fische nur noch aufsammeln. Woanders wurde diese Technik statt mit einem Reiter mit einem Boot durchgeführt. Der Vorteil davon war, dass die Wade noch länger sein konnte.