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Snurrevaadfischerei (Ankerwadenfischerei), Ecomare

Ankerwadenfischerei

Man hat eine Boje, an der ein Anker sowie eine lange, schwere Leine befestigt sind. Der Anker geht über Bord und man lässt beim Weiterfahren die Leine langsam abrollen. Dann knotet man ein großes kuhlenförmiges Netz an die Leine und daran wieder eine andere lange Leine. Das Netz wird über Bord geworfen und dann fährt man in einem großen Bogen zurück zur Boje. Werden nun beide Leinen eingeholt, treiben diese den Fisch in das Netz. Diese Methode wird zum Plattfischfang genutzt und wurde lange Zeit von den dänischen Küstenfischern betrieben. Sie nennen diese Technik ‚snurrevåd’, unter niederländischen Fischern spricht man auch von "snoorders".

  • Fly shooting

    Die Ankerwadenfischerei ist eine typische Form der Küstenfischerei. Vor etwa zehn Jahren wurde diese Technik für tiefere Gewässer weiter entwickelt. Diese Weiterentwicklung ist als "Isländische Wadenfischerei" oder als "Fly-shooting" bekannt. Bei dieser Methode können die Fischleinen insgesamt 8 Kilometer lang sein. Die erste Fischleine wird hier nicht verankert, sondern weggeschossen. Es gibt immer mehr niederländische Fischereibetriebe, die diese Methode zum Schollenfang einsetzen.
    Die moderne Ankerwadenfischerei wird als eine der besseren Alternativen zur Fischerei mit schweren Baumkurren mit Weckerketten bezeichnet. Der Einfluss der Ankerwaden auf den Meeresboden ist nämlich viel kleiner, als die Auswirkungen der Weckerketten. Darüber hinaus kostet diese Technik beträchtlich weniger Energie, weil die Fischleinen nicht durch den Boden geschleppt werden. Die Erfahrungen der Fischer, die mit dieser Methode arbeiten, bestätigen dies. Ein weiterer Vorteil ist, laut Angaben der Fischer, die höhere Qualität der Fische.

  • Zwei Nachteile

    Diese Methode hat allerdings zwei große Nachteile. Die Seezunge lässt sich damit schlecht fangen, somit ist diese Methode nicht geeignet für Betriebe, die sich auf den Fang von Seezungen spezialisiert haben. Die Elektrokurre, der Sumwing und das Outriggen sind für Seezungenfischer die bessere Alternative.
    Des Weiteren ist der Umbau eines Baumkurrenkutters (mit der Vorrichtung auf dem Mittelschiff) zu einem Kutter für die Ankerwadenfischerei (mit der Vorrichtung auf dem Achterdeck) sehr aufwendig teuer. Eigentlich ist es nur sinnvoll, um Neuanschaffungen damit auszustatten.