Es ist inzwischen kein Diskussionspunkt zwischen Politikern und Wissenschaftlern mehr: Die Temperatur auf der Erde steigt, wodurch die Gletscher und Polkappen schmelzen. Das wärmere Meerwasser dehnt sich zudem aus, somit gibt es zwei Prozesse, die zu einem Meeresspiegelanstieg führen. Ein 'Nieder-'land muss dann zusätzliche Schutzmaßnahmen treffen, um sich gegen Überflutungen zu schützen. Regelmäßig erscheinen neue Ideen und Studien, wie der Bau von Inseln vor der Küste, die Erhöhung von Deichen, die Verbreiterung der Strände, einen zweiten Deltaplan etc..
Im September 2007 wurde die Deltakommission erneut zum Leben erweckt. Diese Gruppe von Experten hat Entwürfe für den Küstenschutz zwischen 2000 und 2100 formuliert, erschienen im Bericht "Samenwerken met water" (Zusammenarbeiten mit dem Wasser). Ihre wichtigste Empfehlung ist, schnell mit der Verbesserung der Sicherheit der Niederlande zu beginnen. Die Kommission schätzt, dass dies 1,3 bis 1,9 Milliarden Euro zwischen 2008 und 2050 kosten wird.
Einige wichtige Empfehlungen der Deltakommission:
1 - Verbreiterung der Küste durch Sandaufspülungen über einen Zeitraum von hundert Jahren. Dieses gibt der Entwicklung von Küstennatur Raum.
2 - Schrittweise Erhöhung des maximalen Wasserstandes im IJsselmeer bis auf 1,5 Meter über NAP. Damit soll die Aufnahme von übermäßigem Flusswasser möglich werden.
3 - Extra Sturmflutschutz im Delta, sowohl an der Seeseite als auch weiter landeinwärts.
4 - Die Entwicklung von Überflutungsgebieten an Rhein, Maas und den Deltagewässern, um übermäßiges Flusswasser aufzunehmen.
5 - Die Verlängerung der Haltbarkeit des Oosterscheldedamms: dieser ist derzeit bis 2075 betriebssicher.
6 - Alle See- und Flussdeiche verstärken und erhöhen, wo das nötig ist.
7 - Die Mündungen der Westerschelde und des Nieuwe Waterweg bleiben offen. Im Notfall muss der Nieuwe Waterweg jedoch abgeschlossen werden können.
Ausführliche Informationen (niederländisch) über den Bericht gibt es über den Internetlink am Ende dieser Seite.