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Dieren en planten

Water en land

Der Damm bei Eierland (Texel), Foto Fitis, www.fotofitis.nl

Küstenschutz

Die Dünen bilden zusammen mit dem Strand und dem Unterwasservorufer einen natürlichen, sandigen Überflutungsschutz. Durch die natürlichen Kräfte ist dieser ständig in Bewegung. An einigen Stellen findet Wachstum statt, an andern wird erodiert. Der Rest der Linie von Küstenschutzwerken besteht aus Seedeichen, Dämmen und Mauern. Heute gibt es Methoden, mit denen ein natürlicher Überflutungsschutz erhalten werden kann, wie die Sandaufspülungen. Die unspektakulärste, aber wichtigste Form des Küstenschutzes ist der Erhalt der äußersten Dünenreihe, den Randdünen.

  • Küstenschutz im Wattenmeer

    In den Niederlanden ist Sandaufspülung die häufigste Methode, um die Küstengebiete gegen Überflutungen zu schützen. In Deutschland und Dänemark sind die Salzwiesen vor den Deichen ein wichtiger Bestandteil des Küstenschutzes.
    Nicht überall auf den Inseln wird Küstenschutz betrieben. Ist eine Küste nicht bedroht, bekommt die Natur freies Spiel. Auf den Inseln Nigehörn und Scharhörn, Memmert und Mellum wird kein Küstenschutz betrieben. Ausnahmen sind einige kleinere Küstenschutzbauten, die nötig sind, um die Wohnungen der Inselbewohner zu schützen. Auch auf Rottumeroog und Rottumerplaat wird kaum Küstenschutz betrieben.

  • Die niederländische Nordseeküste

    Die niederländische Nordseeküste besteht aus 353 Kilometer Dünen, Deichen und anderen Küstenschutzbauten und läuft von Cadzand bis Rottumeroog. Zusammen schützen sie die tiefer gelegene Hälfte der Niederlande vor der Nordsee. In den Gezeitenregionen (Deltagebiet und Wattenmeer) besteht die Küste aus Watten und Salzwiesen. Der Küstenstreifen ist nicht nur ein Schutz gegen das Meer, sondern auch ein einzigartiges Naturgebiet. Für die Touristen ist der Strand die große Attraktion.

  • Die Küste und der Meeresspiegelanstieg

    Es ist inzwischen kein Diskussionspunkt zwischen Politikern und Wissenschaftlern mehr: Die Temperatur auf der Erde steigt, wodurch die Gletscher und Polkappen schmelzen. Das wärmere Meerwasser dehnt sich zudem aus, somit gibt es zwei Prozesse, die zu einem Meeresspiegelanstieg führen. Ein 'Nieder-'land muss dann zusätzliche Schutzmaßnahmen treffen, um sich gegen Überflutungen zu schützen. Regelmäßig erscheinen neue Ideen und Studien, wie der Bau von Inseln vor der Küste, die Erhöhung von Deichen, die Verbreiterung der Strände, einen zweiten Deltaplan etc..
    Im September 2007 wurde die Deltakommission erneut zum Leben erweckt. Diese Gruppe von Experten hat Entwürfe für den Küstenschutz zwischen 2000 und 2100 formuliert, erschienen im Bericht "Samenwerken met water" (Zusammenarbeiten mit dem Wasser). Ihre wichtigste Empfehlung ist, schnell mit der Verbesserung der Sicherheit der Niederlande zu beginnen. Die Kommission schätzt, dass dies 1,3 bis 1,9 Milliarden Euro zwischen 2008 und 2050 kosten wird.
    Einige wichtige Empfehlungen der Deltakommission:
    1 - Verbreiterung der Küste durch Sandaufspülungen über einen Zeitraum von hundert Jahren. Dieses gibt der Entwicklung von Küstennatur Raum.
    2 - Schrittweise Erhöhung des maximalen Wasserstandes im IJsselmeer bis auf 1,5 Meter über NAP. Damit soll die Aufnahme von übermäßigem Flusswasser möglich werden.
    3 - Extra Sturmflutschutz im Delta, sowohl an der Seeseite als auch weiter landeinwärts.
    4 - Die Entwicklung von Überflutungsgebieten an Rhein, Maas und den Deltagewässern, um übermäßiges Flusswasser aufzunehmen.
    5 - Die Verlängerung der Haltbarkeit des Oosterscheldedamms: dieser ist derzeit bis 2075 betriebssicher.
    6 - Alle See- und Flussdeiche verstärken und erhöhen, wo das nötig ist.
    7 - Die Mündungen der Westerschelde und des Nieuwe Waterweg bleiben offen. Im Notfall muss der Nieuwe Waterweg jedoch abgeschlossen werden können.
    Ausführliche Informationen (niederländisch) über den Bericht gibt es über den Internetlink am Ende dieser Seite.

  • Schwache Glieder
    Schwachpunkte in den Seedeichen, Ecomare

    Es gibt vierzehn schwache Glieder im Küstenschutz im nördlichen Noord-Holland.
    Die Beseitigung aller Schwachpunkte würde etwa 432 Millionen Euro kosten. Das Geld wird bereit gestellt, wenn die Verbesserungen im Laufe von acht Jahren ausgeführt werden.
    Die Küstenschutzbauten Hondsbossche und Pettemer zeewering sind Schwachstellen, da sie 1,5 bzw. fast 4 Meter zu niedrig für einen Supersturm sind. Im April 2008 erschien eine Umweltverträglichkeitsprüfung über die Verstärkung dieser Küstenschutzbauten, in drei Varianten.

  • Früher

    Schon in der Bronzezeit vor 2600 Jahren baute man Warften, die als Fluchthügel bei steigendem Wasser dienten. Viele Warften in den Niederlanden sind abgegraben, aber an einigen Stellen sind sie noch zu finden. Auf den Halligen in Schleswig-Holstein dienen sie noch heute als Sturmflutschutz.