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Küstenschutz   Buhnen   
Buhne, De Noordwester

Buhnen

Buhnen sind Dämme, die im rechten Winkel zur Küstenlinie gebaut wurden. Sie sollen die Abtragung der Inseln und Strände verhindern und die Anlagerung von Meersand fördern. Etwa ein Drittel der niederländischen Dünenküste wird durch Buhnen geschützt. Diese Buhnen sind, zusammen mit den Deichfüßen, die einzigen 'Felsen' an der sonst sandigen oder schlickigen Küstenlinie. Sie bilden einen Lebensraum für Seetang, Seeanemonen, Miesmuscheln, Schnecken, Krabben und andere Krebsarten.

  • Pfahlreihen an den Buhnen

    Vor allem im Süden der Niederlande findet man auf den Strandbuhnen oft Pfahlreihen, die einen weiteren bremsenden Effekt auf den ausspülenden Gezeitenstrom haben.

  • Ökologische Wellenbrecher

    Beim Südkai von IJmuiden wurden einige Dutzend x-förmige Betonblöcke als Wellenbrecher abgesetzt. Es ist ein Experiment, bei dem untersucht wird, wie stark diese Blöcke den Wellenschlag bremsen. Wenn das Experiment gelingt, bekommt auch der Nordkai diese Blöcke als Schutz.
    Der Beton hat eine offene Struktur. So werden 60% weniger Zement für die Herstellung benötigt. Darüber hinaus bietet der offene Beton sehr viel Ansiedlungsmöglichkeiten für Meerestiere.
    Auch in anderen Ländern wird mit diesen Blöcken experimentiert. In Kürze werden auch neue, klimafreundliche Materialien für diese Blöcke verwendet. Sie heißen C-Fix und Schwefelzement und sind Nebenprodukte der Ölindustrie. Bei der Produktion von einem Kilo Beton entsteht jetzt ein Kilo CO2. Bei der Produktion von einem Kilo C-Fix werden 2,5 Kilo CO2 festgelegt. Zudem wird weniger Wasser benötigt.
    Das Forschungsinstitut Deltares und Rijkswaterstaat sind für dieses Experiment verantwortlich.

  • Rinnen bei den Buhnen

    Rinnen entstehen, wenn bei Ebbe der Wasserstand sinkt und das ablaufende Wasser einen Weg zwischen zwei höheren Sandplaten ins Meer sucht. Dadurch entstehen tiefe Rinnen, die senkrecht zur Küste verlaufen und in denen das Wasser eine hohe Strömungsgeschwindigkeit hat. Diese Rinnen entstehen durch die natürliche Gezeitenströmung aber auch durch ein verändertes Strömungsmuster, zum Beispiel in Folge des Baus einer neuen Buhne. Diese Strömung, die so parallel zu einer Buhne entsteht, ist häufig zu stark um dagegen an zu schwimmen.