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Küstenschutz   Flugsanddeiche   
Flugsanddeich, Nord-Texel, Ecomare

Flugsanddeiche

An Stellen, an denen aus dem Zusammenspiel von Sand und Wind von selber keine Dünenreihe entsteht, konnte der Mensch durch das Anlegen von Flugsanddeichen der Natur nachhelfen. Mit Hilfe von Schilf- oder Zweigschirmen, die in langen, geraden Reihen stehen, fing man den Sand ein, der dannach durch Strandhaferanpflanzungen festgelegt wurde. Flugsanddeiche sind in der Landschaft als kerzengerade Dünenreihen zu erkennen.

Auf Texel


, Sytske Dijksen, www.fotofitis.nl

An vielen Stellen auf Texel wurden Sanddeiche angelegt, um Seegats abzudichten und Land zu gewinnen. Auf dem aufgeschütteten Sandkörper wurde im Winter Strandhafer gepflanzt, der, wenn er weiter wächst, den Sand festhält und stabilisiert. Die Strandhaferpflanzen wurden aus den Dünen in der Umgebung entnommen. Diese Technik wird bereits seit dem Mittelalter praktiziert. Die größten und schönsten Sanddeiche sind beim Slufter zu finden.

  • Niederländische Wattenmeerinseln

    Die niederländischen Wattenmeerinseln verdanken ihre heutige Form vor allem dem Bau von Flugsanddeichen. Das alte Texel und Eierland wurden im 17. Jahrhundert durch einen Flugsanddeich miteinander verbunden. Vlieland und der Vliehors würden schon lange voneinander getrennt sein, wenn keine Flugsanddeiche auf der Höhe der Kroon's Polders angelegt worden wären. Ameland und Oerd sind durch einen Flugsanddeich miteinander verbunden und auch die Verbindung zwischen Terschelling und der Boschplaat kam mit Hilfe eines Flugsanddeiches zustande. Auf Schiermonnikoog und Rottumerplaat wurden um 1960 Flugsanddeiche im Rahmen der Pläne zur Eindeichung des Wattenmeeres angelegt.