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Küstenschutz   Küstenschutzpolitik   

Küstenschutzpolitik in den Niederlanden

1996 ist in den Niederlanden das neue Gesetz über die Küstenschutzbauten in Kraft getreten. Das Ziel dieses Gesetzes ist der Erhalt der durch die Deltawerke erreichten Sicherheit. Der dritte Küstenplan 'Tradition, Trends und Zukunft' von 2002 arbeitet dieses Gesetz für den Küstenschutz aus. Im Raumordnungsplan wird Raum für extra Schutzmaßnahmen für die Küste reserviert. Die Vereinigung von Strandgeschäften möchte, dass eine minimale Breite des Strandes festgestellt wird. Derzeit ist es nicht wichtig, wie breit ein Strand ist, wenn die Basislinie - die Küstenlinie von 1990 - erhalten bleibt.

  • Rückzug oder Verteidigung

    Bei der Erstellung des Gesetzes über die Küstenschutzmaßnahmen gab es vier Möglichkeiten:
    Rückzug: Nur dort, wo die Sicherheit der Polder gefährdet wird, wird die Küstenerosion bekämpft; an anderen Stellen wird die Küstenerosion akzeptiert, wenn auch kontrolliert. Kosten: zirka 16 Millionen Euro jährlich.
    Selektive Erhaltung: Außer für die Sicherheit wird die Küstenerosion auch aus Naturschutz- und anderen Gründen bekämpft. Kosten: zirka 20 Millionen Euro jährlich.
    Erhaltung der Küstenlinie von 1990 : Kosten: etwa 27 Millionen Euro jährlich.
    Seewärts verteidigen: Überall wird der Küstenabschlag bekämpft. An Schwachstellen werden seewärts gelegene Anlagen gebaut, die die Küste verstärken und die natürliche Auffüllung mit Sand fördern sollen. Die Verstärkung der Schwachstellen wird in 10 Jahren etwa 36 Millionen Euro kosten.
    Letztendlich entschied man sich für die Alternative der 'Erhalt der Basisküstenlinie von 1990. Die Ausführung der Arbeiten wurde vom "Provinciaal Overleg Kustverdediging" (POK) übernommen. Alle beteiligten Instanzen wie die Deichgenossenschaften, die Straßen- und Wasserbaubehörde sowie die Gemeinden sind in diesem Beratergremium vertreten.

  • Haakse Zeedijk

    Der Haakse Zeedijk ist ein Plan, um von Walcheren bis Den Helder 25 Kilometer vor der Küste eine völlig neue Küste anzulegen. Es erscheint sehr futuristisch, aber die Planer halten es für die Lösung für Überflutungen, Küstenerosion, Energiemangel, Platzmangel für Wohnungen und einem neuen Flughafen.