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Küstenschutz   Unterhalt der Randdünen   
Randdünen, Ecomare

Unterhalt der Randdünen

Die Randdünen grenzen direkt an den Strand. Nach einem Sturm ist manchmal ein Teil dieser Randdünen weggeschlagen. Der Sand liegt auf dem Strand und wird durch den Wind in die Dünen zurückgeblasen. Der Unterhalt der Randdünen ist auf das Festlegen des Flugsandes gerichtet, was durch das Anlegen von Schilfschirmen und das Anpflanzen von Strandhafer erreicht wird. Daneben ist das Betreten der Dünen verboten. Sandaufspülungen fördern den Sandtransport in die Randdünen.

  • Einschnitte in den Randdünen
    Einschnitte in den Randdünen, Ecomare

    Durch das Festlegen des verwehenden Sandes mit Hilfe von Schilfschirmen und Strandhafer gleichen die Randdünen vielerorts den geradlinigen Flugsanddeichen ohne richtige Erhöhungen und Täler. Das war nicht immer der Fall. Auf alten Malereien ist zu sehen, dass es in den ursprünglichen Randdünen viele Flugsandlöcher und Durchlässe gab. Einige Dünentäler wurden regelmäßig bei hohen Wasserständen überschwemmt. Hierdurch entstand ein typischer Brackwasserlebensraum mit seltenen Pflanzen und Tieren, der heute aus der niederländischen Dünenlandschaft nahezu verschwunden ist. Es gibt Pläne, um dort, wo die Sicherheit es gestattet, wieder Durchlässe in den Randdünen zuzulassen. Beispiele sind die Durchlässe, die man in den Randdünen zwischen Bergen und Schoorl gegraben hat, sowie die Strandfläche von Schiermonnikoog.

  • Schilf- und Zweigschirme
    Reisighecken, Ecomare

    Schilfschirme werden an der Seeseite des Dünenfußes angelegt. Die Schirme fangen den Flugsand auf, der vom Strand in Richtung Dünen verweht wird. Gleichzeitig sorgen die Schilfschirme dafür, dass der Sand in den Dünen liegen bleibt. Neben Schilf wird auch Reisig verwendet (geflochtene Zweige). Der Unterhalt dieser Windschutzschirme ist arbeitsintensiv. Deshalb pflanzt man Strandhafer, sobald der Sandhügel hoch genug ist und das Süßwasser halten kann.

  • Strandhafer anpflanzen
    Anpflanzung von Helm auf den Randdünen, Ecomare

    Strandhafer bremst die Windgeschwindigkeit, so dass der Sand im Windschatten der Halme liegen bleibt. Strandhafer kommt mit dem salzigen Sand und dem Seewind gut zurecht. Darum wird Strandhafer auch an Stellen gepflanzt, an denen die Randdünen verstärkt werden müssen. Des weiteren wächst der Strandhafer im nährstoffreichen Flugsand weiter, die Randünen werden sofort festgelegt und immer höher.

  • Dünenfußverteidigung
    Dünenfußverteidigung, Ecomare

    Küstenschutzwerke am Dünenfuß sind Dammbauten, die parallel zu den Dünen liegen. Sie werden gegen den Dünenfuß gebaut und haben oft eine viel flachere Neigung, als die ursprüngliche Düne. Diese Küstenschutzwerke sorgen dafür, dass die natürlichen Dünen bei hohen Wasserständen nicht so schnell angegriffen werden. Durch Verwehungen kann es vorkommen, dass der Schutz am Dünenfuß unter Sand verschwindet und von Strandpflanzen überwachsen wird.

  • Dünen verschieben
    Dünen werden verschoben, Ecomare

    Wenn die Dünen an der Seeseite beinahe einbrachen, schob man zwischen 1970 und 1990 die äußere Dünenreihe mit Planierraupen in das dahinterliegende Dünental. Dadurch entstanden große, massive Sandkörper. Für den Küstenschutz war diese Methode wirkungsvoll, doch die Dünentäler wurden dadurch vollständig vernichtet. Es gab einigen Protest gegen diese Methode. Die Dünentäler und der Übergang zwischen jungen und alten Dünen sind ganz besondere Naturgebiete. Mit Blick auf den Naturschutz verzichtet man heute auf diese Methode. Das ist möglich, seitdem man mit Erfolg Sandaufspülungen zum Dünenschutz einsetzt.