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Landgewinnung   Lahnungen   
Lahnungsdämme bei Holwerd, Ecomare

Lahnungen und Lahnungsfelder

Nicht alle Salzwiesen sind auf natürliche Weise entstanden. Die Salzwiesen an der Küste von Groningen und Friesland sind durch den Einfluss des Menschen gewachsen. Man baute kleine Lahnungsdämme aus Reisig und Erde, zwischen denen sich der Schlick aus dem Wattenmeer absetzen kann. Wenn die Salzwiese hoch genug war, wurde ein höherer Deich darum herum gebaut, so dass das Land bewirtschaftet werden konnte, zuerst als Weideland, später als Acker. Die neuen Lahnungen bildeten einen weiteren Schutz für die schon eher eingedeichten Ländereien. Die Landgewinnungsarbeiten werden auch heute noch fortgeführt, um zu verhindern, dass bestehende Salzwiesen verloren gehen.

  • Lahnungsfelder in den Niederlanden

    Seit Jahrhunderten haben sich die Bauern an den Küsten von Friesland und Groningen auf diese Weise mit der Landgewinnung beschäftigt. In den 1930ern übernahm der niederländische Staat die Landgewinnungsarbeiten. Eine neue Arbeitsmethode wurde eingeführt: das Watt an der Küste wurde mit Hilfe niedriger Wellerbrecher aus Reisig in Fächer von 400 mal 400 Meter aufgeteilt. Das Wasser kann durch Öffnungen in diesen Buschreisigzäunen ein- und ausströmen. Weil aber die Wasserbewegung stark gebremst wird, landet viel Schlick am Boden der Lahnungsfelder. Damals waren die Landgewinnungarbeiten eine Form der Arbeitsbeschaffung. Heutzutage werden die Landgewinnungsarbeiten in den Niederlanden nur noch zum Schutz der bestehenden Salzwiesen fortgeführt. Denn diese schützen die Seedeiche und sind wichtige Naturgebiete.