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Water en land

Mens en Milieu

Wasserbau auf See   Baggern   
Sand-Saugschiff, Foto Fitis, www.fotofitis.nl

Baggern

Sand und Schlick werden mit den Flüssen antransportiert. Da in der breiteren Flussmündung die Strömungsgeschwindigkeit abnimmt, kann das mitgeführte Material absinken. Damit die Fahrrinnen für die Schiffe tief genung bleiben, müssen Sand und Schlick regelmäßig entfernt werden. Diese Arbeiten nennt man Baggern.

  • Verschmutzt

    In den Niederlanden werden jährlich 50 Millionen Kubikmeter Schlick aus Fahrrinnen und Wasserwegen gebaggert. Da dieser Schlick häufig mit Öl, Schwermetallen und PAKs verschmutzt ist, werden an dessen Verarbeitung strenge Anforderungen gestellt. Die Folge davon ist, dass weniger gebaggert wird als es eigentlich nötig wäre. Dadurch sind die Flüsse und Kanäle inzwischen sehr flach geworden: Binnenschiffer können manchmal nur die Hälfte ihrer Kapazität transportieren, da sie sich sonst festfahren würden. Um das Baggergut zu entsorgen, wird zweidrittel per Schiff zur Nordsee transportiert.
    Das Baggergut, das an Land abgeladen wird, wird traditionell gut belüftet und durchmischt, so dass Bakterien die Moleküle abbauen können. Das Öl und die PAKs können so auf natürliche Weise abgebaut werden. Ein Teil der gefährlichen Stoffe bleibt jedoch an den Bodenteilchen sitzen und kommt erst dann frei, wenn Wasser für eine Lösung der Stoffe sorgt. Eine Lösung für dieses Problem stammt von einem Umweltchemiker aus Wageningen: Wird der Schlick mit Bäumen bepflanzt, dann wird der nasse Schlick durch die Baumwurzeln gut belüftet. Die Abbauprozesse dauern dadurch nur noch 6 bis 7 Jahre statt mehr als 30 Jahre.

  • Unterhalt der Schifffahrtswege

    Die wichtigsten Schifffahrtswege müssen mit Hilfe von Baggerarbeiten immer wieder auf die richtige Tiefe gebracht werden. Jährlich werden etwa 30 Millionen Kubikmeter Baggergut entfernt, damit die Zufahrtsrinnen zu den Rotterdamer und Amsterdamer Häfen tief genug bleiben. Etwa 2 Millionen Kubikmeter des Baggergutes muss in einem Depot gelagert werden. Der Rest ist sauber genug und kann in der marinen Umwelt verteilt werden.

  • Hopperbagger
    Hopperbagger, Foto Fitis, www.fotofitis.nl

    Hopperbagger (hopper = Transportband) fördern den Sand, der mit großen 'Staubsaugern' vom Meeresboden aufgesaugt wird. Die Technik wurde eigentlich zur Entfernung der oberflächlichen Schlickschichten entwickelt, wird aber darüberhinaus immer öfter zur Sandgewinnung angewandt. Diese Form der Sandgewinnung hat den Vorteil, dass keine tiefen Löcher, sondern oberflächliche Rinnen im Meeresboden entstehen, die bald wieder verschlicken. Ein Nachteil ist, dass das Leben auf einer größeren Meeresbodenoberfläche angegriffen wird. Auf einem Sandboden dauert es zwei bis sechs Jahre, bis sich die Bodenfauna in den Baggerspuren erholt hat.
    Hopperbagger werden auch eingesetzt, wenn Rinnen für z.B. Pipelines gegraben werden müssen. Einige Schiffe können bis zu 120 m Wassertiefe baggern. Ein Baggerführer hat eine spezielle Installation entwickelt, mit der sogar bis in 500 m Tiefe gebaggert werden kann.
    Bei Voruferaufspülungen lassen die Hopperbagger den Sand ab, indem sie ihn zusammen mit Meerwasser in einem hohen Bogen ins Meer spülen. Bei einer Strandaufspülung wird das Auslassrohr an eine treibende Pipeline gekoppelt, die das Sand-Wassergemisch an den Strand leitet.