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Dieren en planten

Water en land

Mens en Milieu

Naturschutz   Naturpflegemaßnahmen   Weidetiere   
horses grazing in dunes, foto fitis, sytske dijksen

Vielfältige Naturpflege

Es gibt die unterschiedlichsten Bewirtschaftungsmaßnahmen: Beweiden, Mähen, Plaggen, Schoppen, Brandroden, Fällen, Ringeln und Umreißen und 'Nichts tun'.

  • Verhindern der natürlichen Sukzession
    Sukzession, Ecomare

    Wenn man der Natur ihren Gang lassen würde, dann würde letztendlich in vielen Naturgebieten durch Sukzession der Pflanzengemeinschaften ein Wald entstehen. Ein ehemals gemähtes Grasland, auf der man der Natur freien Lauf lassen würde, verändert sich in ein verbuschtes Grasland. Zuerst wachsen Gruppen von Sträuchern und hohen Kräutern bis sich schließlich die ersten Bäume halten können. Immer mehr Bäume kommen hinzu und letztlich entsteht ein Wald. Wenn der Wald alt wird, dann sterben darin Bäume ab, fallen bei Sturm um und machen Lichtungen frei. Hier beginnt die Sukzession wieder von vorne. Doch die Naturschutzorganisationen wollen nicht überall Wald, sondern auch vielfältige Wiesen, offene, nahrungsarme Sumpfgebiete und weite Heidelandschaften. Diese Landschaften würden ansonsten verwalden, weshalb man die Sukzession durch bestimmte Maßnahmen unterbricht.
    Diese Begründung bringt ein merkwürdiges Paradoxon ans Licht. Der Erhalt der einen Naturform, offene Landschaft, macht es nötig, dass eine andere Form der Natur, die Sukzession zum Wald, künstlich blockiert wird. Dies kann ein Problem sein, da nicht jeder dasselbe über die zu treffenden Entscheidungen denkt.

  • Bekämpfung von Umwelteinflüssen
    grazing cow, foto fitis, sytske dijksen

    Neben der natürlichen Sukzession spielen auch Einflüssen menschlichen Ursprungs eine Rolle. Beispiele dieser Art Einflüsse sind der stark versauernde Niederschlag, die starke Erhöhung des Stickstoffeintrages über die Luft in die Naturgebiete, die starke Entwässerung von Feuchtgebieten und die Erhöhung der Phosphatbelastung von nährstoffarmen Sümpfen durch den Einlass von nährstoffreichem, gebietsfremdem Wasser. Diese Prozesse haben unerwünschte Folgen: Heidefelder versteppen, orchideenreiche feuchte Grünländer wandeln sich in Schilfgebiete, etc.. Man kann die Folgen dieser Einflüssen zum Teil durch Maßnahmen verhindern.

  • Pflanzen gegen Gänse
    greylag geese, foto fitis, sytske dijksen

    Ein gutes Beispiel von einem Gebiet, wie Bewirtschaftungsmaßnahmen das Erscheinungsbild der Natur bestimmen, liegt am Amstelmeerdijk. In diesem Gebiet können sowohl besondere Pflanzenarten als auch viel Graugänse vorkommen, nur nicht zusammen. Die Gänse zertreten die Pflanzen und verursachen Abbrüche am Ufer. Die Landschap Noord-Holland stand vor der Wahl zwischen den Vögeln und den Pflanzen und beschloss letztendlich zum Vorteil für die Vegetation. Jetzt entsteht hier ein Naturgebiet mit einer großen Vielfalt an Pflanzenarten, wie Steifer Augentrost, Tausendgüldenkraut, Klappertopf, Sumpfwurz, und Laugenblume, während die schnell wachsende Gruppe von Graugänsen durch Jagd im Zaum gehalten wird.