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Naturpflegemaßnahmen   Plaggen   
Boden nach dem Abtragen der oberen Schicht, Ecomare

Plaggen

Unter Plaggen versteht man das Entfernen der oberen nährstoffreichen Schicht des Erdbodens. Hierdurch bekommen Pflanzen, die einen nährstoffarmen Boden bevorzugen, die Möglichkeit zum wachsen. Heutzutage sind viele Gebiete mit Nährstoffen angereichert, wodurch nährstoffarme Umgebungen immer mehr verschwinden, obwohl gerade dort eine größere Artenvielfalt zu finden ist. Plaggen ist eigentlich eine drastische Form des Mähens mit Abtransport und führt schnell zu einem Resultat. Man kann ein Stück Land auch sehr tief abplaggen, um näher an den Grundwasserspiegel zu gelangen. So entsteht dort ein Feuchtgebiet. Plaggen wird häufig in Heide- und Dünengebieten angewandt.

  • Erosion
    Artenreiches Grasland als Folge des Plaggens, Ecomare

    Die Befürworter sehen im Plaggen eine drastische Form der Mahd, Gegner, wie der Bodenkundler Pim Jungerius, sprechen von einer abrupten Bodenerosion, inklusive dem Abbau des Bodenökosystems. Wiederholt abgeplaggte Gebiete können Spuren der Bodenerosion aufweisen, die vergleichbar ist mit jahrelanger natürlicher Erosion sind. Darüber hinaus ist Heide eine Jahrhunderte alte Landschaft mit alten Wegen und Pfaden, die durch Abplaggen zerstört werden und auch die Bodenfauna wird ungünstig beeinflusst.