Greenpeace ist der Meinung, dass die Reservate schnell eingerichtet werden müssen, zudem sollten insgesamt 40% der Nordsee zu einem Naturschutzgebiet werden. Für die restlichen 60% sollte eine nachhaltige Bewirtschaftung gelten. Bei einer Aktion im August 2004 haben Demonstranten die Doggerbank symbolisch mit Bojen markiert. Dabei probierten sie, die Fischer am Fischen zu hindern. Auch im August 2008 hat Greenpeace Aktionen durchgeführt. Sie wollen die Aufmerksamkeit auf die träge Errichtung der Meeresreservate nach der Natura 2000 Richtlinie richten. Greenpeace ließ 323 große Granitblöcke am Sylter Außenriff versenken. Dieses Gebiet vor der Küste von Sylt wurde von der deutschen Regierung als Meeresreservat angewiesen. Innerhalb des Fischereisektors wurde wütend auf die Aktionen von Greenpeace reagiert.
Ben Daalder (Vorsitzender der Föderation der Fischereivereinigungen) nennt diese Aktion verwerflich und kriminell. Er verweist auf die Verantwortung, die der Fischereisektor auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit auf sich nimmt sowie auf die vielen Projekte, die sich hiermit beschäftigen. So wurde ein 'maatschappelijk convenant Noordzeevisserij' zwischen den Fischern, dem WWF und der Stichting de Noordzee geschlossen, in dem eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der nachhaltigen Fischerei vereinbart wurde. Auch Fischereiministerin Gerda Verburg hat die Aktion scharf verurteilt.