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Naturpolitik   Natura 2000   

Natura 2000

Zum Schutz der europäischen Natur wurde ein Netzwerk von europäischen Naturgebieten eingerichtet, die Natura 2000. Das Ziel ist, den Rückgang der Biodiversität in Europa zu stoppen. Dieses Netzwerk bildet einen Eckpfeiler in der europäischen Politik für den Erhalt und Wiederherstellung der Biodiversität. Die Natura 2000 Gebiete bestehen zum größten Teil aus Gebieten, die zuvor auch schon unter die Vogelschutz- und Habitatrichtlinie fielen. Innerhalb dieser Gebiete darf die Qualität des Lebensraumes nicht verloren gehen und es dürfen keine störenden Auswirkungen auf Arten stattfinden. Darum sind schädliche Aktivitäten für die Natur hier strafbar. In den Niederlanden gibt es 162 Natura 2000-Gebiete, wovon ein Großteil aus Binnengewässern besteht. Besondere Gebiete in der Nordsee werden 2010 noch in das Netzwerk eingebaut.

  • Ausnahmen bei bestehenden Aktivitäten

    Für neue Natura 2000-Gebiete müssen Verwaltungspläne erstellt werden. Ein wichtiger Begriff dabei ist der der 'bestehenden Aktivitäten'. Dies sind Aktivitäten, die es bereits vor dem 1. Oktober 2005 gab und die seitdem nicht wesentlich verändert worden sind. Im allgemeinen werden diese Aktivitäten unverändert und ohne Genehmigungspflicht in den Verwaltungsplan übernommen. Für neue Aktivitäten wird immer eine Genehmigung beantragt werden müssen.

  • Erhalten, was da ist

    Jedes Natura 2000 Gebiet hat Ziele für die Anzahl der Tiere und ihren Lebensraum. Im Wattenmeer muss zum Beispiel Platz sein für 100.000 Eiderenten, 45.000 Knutts, 26.400 Ringelgänse, 36.800 Weißwangengänse und 7000 Graugänse. Für die Küstenzone wird z.B. der Erhalt von jungen Dünen als Ziel genannt.