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Naturpolitik   Naturschutzgesetz   
Geschlossenes Gebiete des Wattenmeers, Ecomare

Naturschutzgesetz (Niederlande)

Die Niederlande haben sehr unterschiedliche Naturgebiete. Viele davon sind empfindlich, werden bedroht und brauchen deshalb strengen Schutz. Eine der Methoden zum Schutze dieser Gebiete ist das Naturschutzgesetz. Mit diesem Gesetz kann der Staat Naturgebiete als geschützte Naturdenkmäler auszeichnen. Das bietet die Möglichkeit, einschränkende Maßnahmen hinsichtlich bestimmter Aktivitäten wie Freizeit und Fischerei zu treffen. Fast das gesamte Wattenmeer ist als geschütztes Naturdenkmal ausgewiesen und einige Gebiete im Wattenmeer genießen den höchsten Schutzstatus.

  • Das Naturschutzgesetz in der Nordsee

    Das Naturschutzgesetz wurde 2005 überarbeitet. Die europäische Vogel- und Habitatrichtlinien (VHR) sind jetzt in der nationalen Gesetzgebung verankert. Das bedeutet, dass geschützte Gebiete auf der Nordsee unter den VHR jetzt offiziell ausgewiesen werden können. Es wird erwartet, dass für die Doggerbank, die Klaverbank, die Friese Front sowie Teile des Küstenmeeres 2008 ein Ausweisungsbeschluss genommen wird.

  • Das Naturschutzgesetz im Wattenmeer

    Seit dem 1. Dezember 1993 fallen rund 85 % des Wattenmeeres unter das Naturschutzgesetz. Schon 1981 wurden 125.000 Hektar unter Naturschutz gestellt, vor allem Sandplaten, die eine wichtige Funktion als Ruhe- und Nahrungsgebiet für Seehunde und Wattvögel haben. Ende 1993 wurden von Staatssekretär Gabor nochmals 80.000 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Wattenmeer ist nunmehr das größte geschützte Naturgebiet der Niederlande. Viele Aktivitäten sind nur noch mit besonderer Genehmigung möglich. Fischer, Wattwanderer, Sport- und Reklameflieger müssen sich darum bemühen. Jetzt ist es auch möglich, Teilgebiete des Naturgebietes ganz zu sperren. Die einzigen Bereiche, die keinem Schutz genießen, sind die durchgehenden Fahrwege, die großen Seegatts und die militärischen Übungsgebiete.