2006 hat die NAM eine Genehmigung für die Förderung von 25 bis 40 Milliarden Kubikmeter Erdgas unter dem Wattenmeer beantragt. Zum Vergleich: In der Nordsee werden jährlich 20 Milliarden Kubikmeter gewonnen und in Slochteren (Groningen) rund 30 Milliarden Kubikmeter. Die Erdgasförderung ist 2007, beim Moddergat, gestartet worden und wird dem Land in den kommenden 20 Jahren rund 10 Milliarden Euro einbringen. In den ersten vier Jahren will der Betrieb mit zwei Drittel der Kapazität Erdgas aus dem Moddergat herauf pumpen. So hofft die NAM, dass das Wattenmeer möglichst wenig Probleme bekommt und dass der Sandantransport aus der Nordsee mit der Bodenabsenkung Schritt halten kann. Die bereits bestehende Erdgasförderung auf Ameland wird schrittweise verringert, so dass die Förderung aus dem Moddergat gesteigert werden kann. Es ist geplant, um 2008 Erdgas von Vierhuizen aus und später auch von Lauwersoog aus zu fördern. Die Förderung der 29 Milliarden Kubikmeter wird etwa 20 bis 30 Jahre dauern. Die NAM ist in der Lage, um in einem Abstand von maximal neun Kilometern das Erdgasfeld schräg anzubohren.
Eine unabhängige Kommission aus Sachverständigen spielt eine Rolle bei der Beurteilung des Schadens an der Natur. Wird ein Schaden konstatiert, dann ist die Regierung befugt, um die Förderung langsamer verlaufen zu lassen oder sogar zu stoppen. Vorabgehend an der Förderung wurde eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Diese kommt zu dem Schluss, dass die Natur im Wattenmeer selber keinen Schaden von der Förderung erleiden wird. Jedoch werden Feldmäuse und damit ihre Räuber, Rohr- und Kornweihen, Probleme mit der Bodenabsenkung im Lauwersmeer bekommen. Ihr Lebensraum droht zu überschwemmen.
Ein Teil des Ertrages aus diesem Erdgas geht an den Waddenfonds, es wird verwendet für Naturschutz, Forschung und ökonomische Entwicklungen.