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Seismologisch Schiff, Marijke de Boer

Seismologische Untersuchungen

Schallwellen werden durch die verschiedenen Erdschichten unterschiedlich reflektiert. Geologen nutzen dieses Prinzip, um damit ein Bild vom Aufbau der Erdkruste zu bekommen. Dies nennt man seimologische Untersuchungen. Es ist vergleichbar mit der Bestimmung der Tiefe eines Brunnens durch hinein rufen. Die Schwingungen, die die Stimme in der Brunnenluft verursacht, werden vom Boden und den Brunnenwänden reflektiert und nach kurzer Zeit als Echo gehört. Aus dieser Zeit kann man die Tiefe des Brunnens berechnen.

  • Seismische Untersuchungen unter Wasser

    Bei seismologischen Untersuchungen auf dem Meer, in Flüssen, Kanälen und Seen wird eine Art großes Luftgewehr verwendet: Pressluft explodiert unter Wasser und erzeugt so Schockwellen. Die durch die Gesteinsschichten zurückgeworfenen Vibrationen werden mit sehr empfindlichen Hydrophonen registriert. Diese sind in dicke, biegsame Plastikschlangen eingebaut und werden hinter einem Schiff hergeschleppt. Die Ergebnisse der Messungen werden an Bord aufgenommen und mit Hilfe eines Computers zu einem Seismogramm verarbeitet. Geologen interpretieren die Seismogramme und verschaffen sich ein Bild über Lage, Dicke, Form und Verlauf der Gesteinsschichten.
    Für die seismische Erfassung des Wattenmeeres waren rund 10.000 Pressluftexplosionen nötig. In der Nordsee ist die Anzahl der Explosionen viel größer, da hier wesentlich intensiver nach Erdöl und Erdgas gesucht wird.

  • Seismologische Untersuchungen und die Auswirkungen auf die Umwelt

    Wegen der lauten Knalle verursachen seismologische Untersuchungen Ruhestörungen im Meer. Giftbelastungen sind kein Thema, da nur mit Pressluft gearbeitet wird. Es wird erwartet, dass die seismologischen Untersuchungen im niederländischem Teil der Kontinentalplatte stark zurückgehen werden, da inzwischen praktisch das ganze Gebiet schon kartiert ist.