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Häfen   Port State Control   
Der Rumpf des Frachters Estela-1, Foto übernommen von http://www.parismou.org/

Port State Control (Staatliche Hafenkontrolle)

Port State Control steht für Kontrolle von ausländischen Schiffen in nationalen Häfen von 20 europäischen Hafenstaaten und Kanada. In den Niederlanden ist hierfür die Division Schifffahrt verantwortlich. Wenn z.B. Reeder bestimmte festgestellte Schäden an ihren Schiffen nicht reparieren, wird dem entsprechendem Schiff der Zugang zu europäischen, russischen und kanadischen Häfen verweigert. Im Jahre 2002 ist 93 Seeschiffen in den Niederlanden ein solches Verbot auferlegt worden. Öltanker werden stets seltener an die Kette gelegt.

  • Rostwannen und andere Mängel

    Jährlich besuchen die Inspekteure von Port State Control etwa 18.000 Schiffe in den teilnehmenden Häfen. Bei etwa 9 % der Schiffe konstantieren die Inspekteure im Jahr 2000 so wesentliche Schäden, dass die Schiffe bis zur Reparatur an die Kette gelegt wurden. Dieser Prozentsatz sank anfänglich (bis 1982), stieg jedoch zwischen 1989 und 2001 wieder stark an. Dies war das Ergebnis besseren Koordination der Kontrollen zwischen den Häfen und andererseits sinkender technischer Zustand einiger Schiffe. 2004 war der Anteil wieder auf 5,8% gesunken, da immer weniger 'Rostwannen' aus Ländern mit zweifelhaftem Ruf die Häfen in Europa, Russland und Kanada anfuhren.
    2001 führten die Türkei, Panama, Malta, St. Vincent und Zypern die Liste der Schiffe mit erheblichen Mängeln an. Die Liste mit Ländern, die unzureichende Kontrolle auf ihre Schiffsregister ausüben, umfaßt außerdem einige Mittelmeeranlieger wie Syrien, Algerien, Libanon, Ägypten und Malta. Malta hat 1993 weltweit 42 Sonderinspekteure eingesetzt, um Schiffe unter maltesischer Flagge zu kontrollieren.

  • Niederländische Ergebnisse
    Fahrverbote in niederländische Häfen, Ecomare

    Sieben Kontrolleure der Abteilung Schifffahrt besuchen jährlich rund 1500 Schiffe. Im Jahre 2002 bekamen 93 Schiffe ein Fahrverbot auferlegt (zum Vergleich: 1995 waren es 329, 1996 waren es 278, im Rekordjahr 1994 schließlich 410).

    Die Schifffahrtsinspektion macht für den sinkenden Trend eine verschärfte Kontrolle sowie intensivere Auswechselung der Daten zwischen den Häfen verantwortlich. Das Risiko wird somit für mangelhafte Schiffe immer größer, in die Port Control Häfen einzulaufen.
    Die stets noch konstatierten Mängel betreffen das Fehlen von Rettungs- und Feuerbekämpfungsmitteln bis hin zu verotteten Teilen. Die meisten Probleme bereiten Frachtschiffe, derweil Öltanker wenig Grund zum Klagen bieten.