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Schifffahrtskategorien   Tanker   
Tanker, Marijke de Boer

Tanker

Tanker sind Seeschiffe, die für den Umschlag großer Mengen Flüssigkeitsstoffe ausgerüstet sind. Sie transportieren Rohöl, Pflanzenöl und Chemikalien. Die größten Tanker haben eine Ladekapazität von 500.000 Tonnen. Einwandige, veraltete Tanker stellen eine Gefahr im Hinblick auf Umweltkatastrophen dar. Moderne Tanker müssen eine doppelwandige Schiffshaut haben.

  • Ölkatastrophen
    Zerbrochener Öltanker, Ecomare

    Die Seeschiffahrt hat eine traurige Geschichte von Ölkatastrophen, bei denen ein - meist nicht mehr ganz junges - Schiff an einem Unfall beteiligt war, aufriss oder zerbrach und eine große Ölmenge freigesetzt wurde. Auf dem Meeresboden oder an der Küste richtete das Öl dann einen enormen Schaden an der Flora und Fauna an. Nach einer ganzen Reihe von Katastrophen zwischen 1970 und 2000 schien es, als ob die Fahrt mit den Rostpötten der Vergangenheit angehören würde, weil die Kontrolle dieser Schiffe immer strenger wurde. Aber das Unglück mit der Prestige Ende 2002 vor der spanischen Küste machte deutlich, dass es noch immer viele Reedereien gibt, die schlechte Schiffe einsetzen. Ab April 2005 dürfen laut MARPOL-Vertrag keine einwandigen Tanker mehr gebaut werden.

  • Doppelwandige Tanker

    Nach dem Unglück der Exxon Valdez in Alaska wurde beschlossen, dass neue Tanker doppelwandig sein müssen. Nach dem Unglück mit der Prestige verlangte die EU, dass die Internationale Maritime Organisation (IMO) das Auslaufen der Nutzung einwandiger Tanker um einige Jahre beschleunigen sollte. Ab 2010 bekommen einwandige Tanker keinen Zugang zu europäischen Gewässern mehr. Obwohl bei doppelwandigen Tankern bei einer Strandung oder Kollision viel langsamer Öl ausläuft, kann ein doppelter Rumpf in höherem Alter bei unzureichender Wartung gefährlich sein. Korrosion an schwer zugänglichen Stellen kann dafür sorgen, dass die Ladung in den Zwischenraum leckt, wo sich dann ein explosionsfähiges Gasgemisch bilden kann.