Auf dem niederländischen Teil der Kontinentalplatte (NCP) sind sechs Hauptfahrrouten (Verkehrssysteme) möglich: Noord Hinder-System, Maas-System, Texel-System, Vlieland-System, Terschelling-System, Deutsche Bucht-System und Friesland-System. Das letzte Routensystem ist zum 1. Dezember 1990 realisiert worden. Alle Routen weisen getrennte Fahrrinnen für gegenläufige Richtungen aus.
Auf den Schifffahrtsrouten dürfen keine Bohrplattformen oder andere Hindernisse stehen. Seemanövergebiete sind frei von Fahrtrouten.
Die Schifffahrtsrouten nehmen 2400 Quadratkilometer (=4%) der NCP ein
Für große Schiffe sind Tiefwasserrouten ausgewiesen. Zwei davon laufen zwischen der britischen und niederländischen Küste und an diese schließen sich zwei Zugangswege für Rotterdam und IJmuiden, bzw. Amsterdam: die Euro-Maas-Fahrrinne und die IJ-Fahrrinne. Die Euro-Maas-Fahrrinne erlaubt Schiffen mit 22,5 m Tiefgang die Durchfahrt, die IJ-Rinne bis zu 16,5 m. Diese Tiefe wird durch jährliches Ausbaggern gehalten. Durch die Euro-Maas-Fahrrinne fahren jährlich durchschnittllich 357 Schiffe mit maximalem Tiefgang, durch die IJ-Rinnen 90 Schiffe. Die Tieffahrtrouten sind rund 35 m tief, während Schifffahrtsrouten dichter an der Küste 20 bis 25 m halten.
Für große Schiffe mit gefährlicher Ladung sind Sonderfahrrouten eingerichtet worden, die so weit wie möglich außerhalb der Küste verlaufen. Für den geregelten Verkehr zischen den Britischen Inseln und dem Kontinent gibt es auch besondere Fahrrouten. Dort, wo sie sich mit anderen Routen kreuzen, gelten spezielle Regeln, die Karambolagen verhindern sollen. Stationen an der Küsten begleiten diesen Verkehr.