Bei Studien über die Auswirkungen der mechanischen Förderung auf den Boden fiel auf, dass hierbei viele Sandklaffmuscheln mitgefangen wurden. Die Maschinen müssen 40 Zentimeter tief graben, um die Wattwürmer zu bekommen. In dieser Tiefe befinden sich auch die Sandklaffmuscheln. Befinden sich diese Muscheln einmal an der Oberfläche, können sie sich kaum wieder eingraben. Sie werden dann von Möwen und Krabben gefressen.
Die Wattwurmgewinnung in den Niederlanden ist aufgrund des Naturschutzgesetzes auf vier Genehmigungsbesitzer beschränkt. Die Betriebe, die diese Genehmigungen besitzen, sind bereits seit den 1970ern aktiv. Die Genehmigungen sind nicht übertragbar, wodurch die Gültigkeit früher oder später von selber erlischt. Eine der Stellen, an der noch bis vor kurzem gefischt wurde, ist die Vlakte van Kerken bei Texel. Bis 2007 durften drei Betriebe aus Wieringen hier Wattwürmer ausgraben. Obwohl die Gemeinde strikt dagegen war, vergab das Landwirtschaftsministerium immer wieder diese Genehmigungen neu. Nach jahrelangem Hin und Her zwischen der Gemeinde und dem Ministerium beschloss das Gericht in Alkmaar, dass der Bestimmungsplan der Gemeinde, in dem steht, dass die Fischerei nicht stattfinden darf, den höchsten Status hat. Damit ist die Genehmigung des Ministeriums für die Wattwurmfischerei ungültig.