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Dieren en planten

Water en land

Mens en Milieu

Strandspiel, Ecomare

Erholung an der Küste

Die Niederländer verbringen, statistisch gesehen, im Jahr mehr als 10 Millionen Tagesausflüge an der Küste. Zudem verbringen sie rund 4 Millionen Übernachtungsaufenthalte an der Küste, in der Wattenmeerregion und im Deltagebiet. In der Hochsaison kommen zusätzlich viele deutsche Touristen an die Küste. Zusammen nimmt die Erholung an der Küste ein Viertel aller Tourismusformen in den Niederlanden für sich in Anspruch.

  • Aktivitäten und Reservate am Strand

    Der Strand ist ideal für Sonnenanbeter und Leute, die sich frischen Wind um die Nase wehen lassen wollen. Neben Faulenzen, Schwimmen und Spazierengehen kann man am Strand auch Reiten, Joggen, Drachen steigen lassen oder Strandgut sammeln.
    Die Nachteile des Strandtourismus bestehen in der Verschmutzung (besonders Treibmüll), dem Raumbedarf in den Dünen (Pavillons und Parkplätze) und der Störung der Strandfauna. Strandbrüter, wie der Seeregenpfeifer und die Zwergseeschwalbe, suchen ihre Zuflucht auf den wenig frequentierten Strandflächen im Deltagebiet und auf den Wattenmeerinseln. Die Stiftung 'Duinbehoud' fordert darum die Einrichtung von Strandreservaten an der holländischen Küste an den Stellen, an denen der Strand einen besonderen Naturwert hat.

  • Die Blaue Flagge

    Die Blaue Flagge ist das Europäische Qualitätsmerkmal für Strände und Yachthäfen. Eine Gemeinde bekommt eine Blaue Flagge, wenn dort das Wasser die EU-Richtlinien für Badewasser erfüllt, der Strand oder Yachthafen sauber gehalten wird und sie mit Toiletten und Müllbehältern ausgestattet sind. In der Nähe des Ortes dürfen keine haushaltlichen oder industriellen Abwasserkanäle münden. Bei den Wasseruntersuchungen wird dementsprechend auch nach fäkalen Streptokokken (menschlicher Kot) und Salmonellen gesucht. Diese Wasseruntersuchungen müssen in der Badesaison alle 2 Wochen erfolgen. Die Untersuchungsergebnisse müssen am Strand oder im Yachthafen einsehbar sein. Der Strand muss darüberhinaus frei von Ölresten und verfaulendem Tang sein. Strände, die traditionell keine Blaue Flagge bekommen sind Wijk aan Zee, Egmond, Bergen, Schoorl, Scheveningen und Hoek van Holland, da hier möglicherweise Kanalisationsabwässer münden.
    Die Küstengemeinden müssen einen soliden Bestimmungsplan für die Küste und einen guten Katastrophenplan im Falle einer Umweltkatastrophe haben. Im Februar 2003 verloren Goede Reede, Noordwijk und alle Küstengemeinden im nördlichen Noord-Holland (mit Ausnahme von Den Helder) ihre Blaue Flagge, da das Badewasser den strengen europäischen Normen nicht mehr genügte. Ursache hiervon waren die Hochwasser von 2002, mit denen viele Küstengemeinden zu kämpfen hatten. Die Kläranlagen konnten die großen Mengen an Regenwasser nicht verarbeiten und die Abwässer gelangten durch die Überläufe direkt in die Oberflächengewässer. Vor allem in Den Haag, Beverwijk und Bergen hatten die Kläranlagen eine zu geringe Kapazität.

  • Gefahren für Schwimmer

    In den Rinnen zwischen den Sandbänken vor dem Strand kann bei Ebbe eine gefährliche Strömung entstehen. Jedes Jahr ertrinken Menschen in diesen Strömungen. Wer in diese Strömung gelangt, sollte vor allem nicht probieren, gegen den Strom zu schwimmen, denn die Strömungsgeschwindigkeit kann bis zu 2 Meter pro Sekunde betragen. Am besten lässt man sich mittreiben in tieferes Gewässer, wo die Strömungsgeschwindigkeit niedriger ist, oder man schwimmt parallel zur Küste um aus dieser Strömung heraus zu kommen. Hinter einer Sandbank ist es möglich, wieder sicher an Land zu kommen.