Eine künstliche Insel im holländischen Küstensystem zieht wahrscheinlich einschneidende Veränderungen in der Natur nach sich. Ob diese Veränderungen positiv oder negativ ausfallen, ist unklar. Ein Plan dieser Größenordnung wird ohne Zweifel erst dann in Angriff genommen, wenn vorab eine ausführliche Umweltstudie stattgefunden hat.
In der Fünften Note zur Raumordnung von 2001 wurde der mögliche Bau eines Flughafens im Meer um 2020 deutlich offen gelassen. Ein ausführliches Forschungsprogramm mit dem Namen Flyland war für die unterschiedlichen Szenarien einer Lösung des Raumproblemes von Schiphol gestartet worden. Im Rahmen dieses Forschungsprogrammes wurden die technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekte von dem Bau einer Flughafeninsel ausführlich untersucht. Dann stagnierte jedoch das Wachstum von Schiphol. Durch den Kauf leiserer Flugzeuge konnten mehr Flüge innerhalb der erlaubten Lärmgrenze ausgeführt werden, zudem fusionierten Air France und die KLM. Diese Faktoren wogen 2003 in dem Beschluss mit, dass Forschungsprogramm Flyland zu stoppen und die Pläne von einem Flughafen im Meer vorläufig auszusetzen. In der Note Raum (der definitiven landesweiten Note zur Raumordnung) wird ein möglicher Flughafen im Meer nicht mehr genannt.