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Landgewinnung   Schiphol auf See   

Schiphol auf See

Schiphol schien um 1997 völlig ausgelastet zu sein und konnte aus Gründen der Umweltbelastung nicht weiter wachsen. Schiphol und das Laboratorium für Wasserbau entwickelten Pläne für eine künstliche Insel im Meer, 10 bis 40 Kilometer vor der Küste. Der Flughafen auf dieser Insel sollte durch einen unterirdischen Tunnel mit dem heutigen Flughafen verbunden werden. Ende 1999 wurde der Plan aus Kostengründen abgelehnt, die niederländische Regierung richtet sich für die nahe Zukunft auf einen Ausbau des Flughafens im Haarlemmermeer.

  • Zukunft

    Eine künstliche Insel im holländischen Küstensystem zieht wahrscheinlich einschneidende Veränderungen in der Natur nach sich. Ob diese Veränderungen positiv oder negativ ausfallen, ist unklar. Ein Plan dieser Größenordnung wird ohne Zweifel erst dann in Angriff genommen, wenn vorab eine ausführliche Umweltstudie stattgefunden hat.
    In der Fünften Note zur Raumordnung von 2001 wurde der mögliche Bau eines Flughafens im Meer um 2020 deutlich offen gelassen. Ein ausführliches Forschungsprogramm mit dem Namen Flyland war für die unterschiedlichen Szenarien einer Lösung des Raumproblemes von Schiphol gestartet worden. Im Rahmen dieses Forschungsprogrammes wurden die technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekte von dem Bau einer Flughafeninsel ausführlich untersucht. Dann stagnierte jedoch das Wachstum von Schiphol. Durch den Kauf leiserer Flugzeuge konnten mehr Flüge innerhalb der erlaubten Lärmgrenze ausgeführt werden, zudem fusionierten Air France und die KLM. Diese Faktoren wogen 2003 in dem Beschluss mit, dass Forschungsprogramm Flyland zu stoppen und die Pläne von einem Flughafen im Meer vorläufig auszusetzen. In der Note Raum (der definitiven landesweiten Note zur Raumordnung) wird ein möglicher Flughafen im Meer nicht mehr genannt.

  • Alternative

    Eine Alternative für einen Flughafen auf einer Insel ist ein treibender Flughafen, der in jede Windrichtung gedreht werden kann. Der Flughafen müsste aus einem festen Terminal bestehen, an dem eine treibende Landebahn gekoppelt ist. Die Erfinder denken, dass der Plan gratis ausgeführt werden kann, wenn die heutigen Landebahnen von Schiphol verkauft werden, um Platz für den Wohnungsbau zu machen. In Japan wurde ein kleiner treibender Flughafen mit Erfolg getestet.