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Dieren en planten

Water en land

Quartär   Weichsel-Eiszeit   Pleistozäne Säugetiere   Wollhaarnashorn   

Mens en Milieu

Weichsel-Eiszeit

Während der letzten Eiszeit, von 100.000 bis 10.000 Jahre vor heute, lag ein Großteil der Südlichen Nordsee trocken. Der Boden war mit einer steppenartigen Vegetation bedeckt. In dieser Landschaft lebten große Tiere: das Wollhaar-Nashorn, das Wollhaar-Mammut, der Steppenlöwe und der Höhlenbär. Alle diese Tierarten sind heute ausgestorben, aber die Fischer auf der Nordsee finden ihre Knochen heute noch in ihren Netzen. Zwischen diesen Tieren lebten Rentiere, Pferde, Hyänen, Edelhirsche und Moschusochsen.

  • Decksande
    Decksandablagerungen (Vatrop), eARTh Works!, Wieringen

    Durch den Wind wurden Decksande abgesetzt, die gegenwärtig noch große Teile des Nordseebodens, der südlichen und östlichen Niederlande sowie Norddeutschlands bedecken. Auf den arktischen Steppen lebten viele große Säugetiere, von denen das Mammut das bekannteste ist.

  • Windkanter

    An der Oberfläche liegende Findlinge wurden von den starken, oft aus einer Richtung wehenden Winden regelrecht "gesandstrahlt". Diese Windkanter zeichnen sich durch scharfe Ecken und glatte Oberflächen aus, meist haben sie eine Art Pyramidenform.
    Sandstürme haben die Steine, die an der Oberfläche lagen, zu einer speziellen Form abgeschliffen und poliert. Diese Steine werden Windkanter genannt. Mit ein wenig Glück findet man einen am Strand!

    Wind-worn stone, Smerp (Wieringen), eARTh Works!, Wieringen
  • Pflanzen aus der Weichsel-Eiszeit
    Heutige Permafrostgebiete am Nordpol, eARTh Works!, Wieringen

    In den Zeiten, in denen im heutigen Wattenmeergebiet kein polwüstenähnliches Klima herrschte (also ausserhalb des Hoch-Weichsels), waren weite Gebiete Norddeutschlands, der Niederlande und auch der Nordsee von einer Tundrenvegetation bedeckt. Eine Tundra ist ein Gebiet, in dem im Sommer die Temperatur die 10 °C -Grenze (= Temperaturgrenze, unter der die Bildung eines geschlossenen Waldes nicht mehr möglich ist) nicht übersteigt und in dem es im Winter bis zu minus 50 °C frieren kann. Eine Tundravegetation besteht vor allem aus vereinzelt stehenden, niedrigen Birken und Kiefern, sowie Heidekräutern, Gräsern, Moosen und Flechten. Der Boden in der Tundra bleibt das ganze Jahr über gefroren (Permafrost), nur eine dünne Oberschicht taut im Sommer auf.
    Bäume, mit Ausnahme einer einzigen Zwergform, können sich unter diesen Umständen nicht halten. Dafür wachsen auf der Tundra allerlei Sträucher, Gräser, Moose und Flechten.

    Einige Pflanzenarten, die während der Weichsel-Eiszeit im Wattenmeergebiet vorkamen, kann man noch in Nord-Europa und in den höheren Lagen der Alpen finden. Sie haben sich mit den Gletschern zusammen zurückgezogen. Einige dieser Arten sind z.B. der Silberwurz (Dryas octopetala), der gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia) und eine Art der Kriechweide (Salix retusa).

    In der Tundra der letzten Eiszeit reichte das Pflanzenwachstum aus, um einige Arten von großen Säugetieren zu ernähren.