Als nach lange Zeit das Phosphat aus dem Boden verschwand, blieb das Wasser immer noch trübe. Die Seen befanden sich weiterhin nicht in einem guten Zustand und Biologen zerbrachen sich über die Ursachen davon die Köpfe. Die Lösung kam von tschechoslowakischen Fischzüchtern. Diese hatten beschrieben, wie ihre Zuchtteiche jedes mal klarer wurden, wenn sie den Fischbestand herausgeholt hatten. In den Niederlanden wurde darum in einigen kleinen Seen auch der größte Teil des Fischbestandes entfernt. Fische wie Karpfen und Brassen wühlen den ganzen Tag im Boden, auf der Suche nach Tubifex, Mückenlarven und anderer Nahrung. Da die Fische den Schlick durch ihre Kiemen wieder ausstoßen, hinterlassen sie eine Spur trüben Wassers. Zudem kommen mit dem Aufwirbeln des Schlickes auch wieder Nährstoffe frei, die das Wachstum des Phytoplanktons anregen. Nach der Entfernung von einem großen Teil des Fischbesatzes in den Testseen wurde das Wasser tatsächlich glasklar, ein spektakuläres Ergebnis. Das Wegfangen der Fische führt nicht nur zu saubererem Wasser, weil weniger Schlickteilchen aufgewirbelt werden, sondern sorgt auch dafür, dass Wasserflöhe die Algen wieder unter Kontrolle halten können, da sie nicht mehr von den jungen Fischen gefressen werden.