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Gummi Verbrennen führt zur Umweltverschmutzung, Ecomare

PAKs

PAKs sind polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Diese teerartigen Stoffe entstehen bei der unvollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Materialien wie Holz, fossile Brennstoffe, Tabak und Lebensmittel. Zu den PAKs zählt man einige hundert verwandter Stoffe, die meist mit mehreren zugleich vorkommen. Ungefähr 90% der PAKs in der Umwelt sind durch menschliche Handlungen entstanden. Die Abgabe in die Umwelt geschieht zu 99% über die Luft, die wichtigsten Quellen sind die Industrie, der Straßenverkehr und die Holzfeuer. Die Einleitung von PAKs in Oberflächengewässer ist verboten. PAKs können Lebertumore bei Fischen verursachen und die Fortpflanzung von Wasserlebewesen nachteilig beeinflussen. Trotz Maßnahmen sinken die Konzentrationen von PAKs im Meerwasser noch nicht.

  • Vorkommen und Verhalten in der Umwelt

    Um eine Vorstellung über die Verbreitung von PAKs zu bekommen, ist es gebräuchlich eine bestimmte Auswahl aus dieser Stoffgruppe zu messen. Die meist gemessenen sogenannten "6 von Borneff" umfassen PAKs, die als repräsentativ angesehen werden.
    Die meisten PAKs sind schwer abbaubar. Viele heften sich an Schwebteilchen, womit sie über weite Distanzen transportiert werden können und mit denen sie sich am Meereesboden absetzen.
    In der Nordsee kommen PAKs praktisch überall vor. Hohe Konzentrationen von mehr als 9 Mikrogramm per Kilo Boden werden besonders entlang der holländischen Küste und der Friesischen Front gemessen. Ansonsten schwankt der PAK-Gehalt zwischen 3 und 9 Mikrogramm per Kilo Boden. Im Boden des Wattenmeeres schwankt der PAK-Gehalt zwischen 10 und 200 Mikrogramm pro Kilo Boden.

  • Giftigkeit

    Wattwürmer, Herzmuscheln und Baltische Tellmuscheln, die PAKs ausgesetzt werden, scheinen weniger fruchtbar zu sein als ihre Artgenossen auf einen sauberen Untergrund. Dieser Effekt war am stärksten in frisch verschmutzten Wattböden und wurde schwächer in Wattböden, die schon länger mit PAKs verschmutzt waren.
    Sowohl im Freiland als auch in Laboruntersuchungen konnten die NIOZ-Forscher Boon und Vethaak nachweisen, dass Plattfischen bei Bloßstellung an PAKs (Flunder und Kliesche) in zunehmender Konzentration häufiger (Leber-)Tumore aufweisen. Bei Vögeln wurde eine Auswirkung auf die Fortpflanzung, z.B. missgebildete Embryos und Embryo-Vergiftungen, konstantiert.