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Nährstoffe    Phosphorverbindungen   
Mittlerer Phosphatgehalt 1975-2006, Ecomare

Phosphorverbindungen

Phosphate sind eine Verbindung von Phosphor mit Sauerstoff. Phosphorverbindungen sind wie Stickstoffverbindungen Nährstoffe. Phosphor für alle Organismen lebenswichtig. Es bildet den Baustoff für verschieden Eiweiße und für den Skelettaufbau. Meerwasser enthält bereits von Natur aus eine bestimmte Phosphorkonzentration. Zusätzlich gelangte jahrelang Phosphor durch ungereinigte Abwässer und die Landwirtschaft in die Umwelt. Bei einem Überangebot an Phosphorverbindungen spricht man von Eutrophierung. In der Grafik oben ist zu sehen, dass diese Verschmutzung inzwischen wieder abgenommen hat.

  • Nahrungskette

    In der Meeresumwelt sind es vor allem Algen, die Phosphat aus dem Wasser aufnehmen. Dadurch gelangen die Phosphatverbindungen in die Nahrungskette. Wenn pflanzliches oder tierisches Material abgebaut wird, werden die Phosphorverbindungen wieder freigesetzt. Die Rechnung 'mehr Phosphor - mehr Phytoplankton - mehr tierisches Plankton - mehr kleine Fische - mehr große Fische' geht längst nicht immer auf, da oft Planktonarten zunehmen, die nicht von Tieren weiter oben in der Nahrungskette gefressen werden.
    In der Grafik ist zu sehen, dass der Phosphorgehalt in der Mitte der Nordsee rund 0,02 mg pro Liter beträgt. In der Wasserpolitik der niederländischen Regierung wird dieser Wert als natürliche Konzentration angesehen. Es ist deutlich, dass der Phosphorgehalt in den Küstengewässern noch nicht auf diesen natürlichen Wert gesunken ist. Der sinkende Trend zwischen 1980 und 1995 ist vor allem der Verbesserung der Kanalisation und den Maßnahmen im Rahmen der Überdüngung zu zu schreiben. Nach 1997 stabilisierten sich die Konzentrationen.

  • Phosphate

    Phosphor kommt im Flusswasser immer weniger vor. Eine Halbierung der Emissionen von 1985 in die Nordsee schien 1995 möglich. Waschmittel enthalten keine Phosphate mehr. Die Industrie und die Kläranlagen entlassen auch weniger Phosphat in die Umwelt als noch vor einigen Jahren. Die Industrie hat 1995 74% weniger Phosphorverbindungen als 1985 abgegeben. Die Emission von Phosphaten aus dem Ackerbau sank innerhalb von 10 Jahren auf 5 Millionen Kilo pro Jahr 1994. Im Viehzuchtsektor sank die Phosphatproduktion von 220 Millionen Kilo 1990 auf 193 Millionen Kilo 1998. Die Auswirkungen in der geringeren Phosphatemissionen war 2005 vor allem an den geringeren Mengen Schaum am Strand zu sehen. Der Schaum entsteht beim Abbau der Schaumalge Phaeocystis.
    Die Folgen der hohen Phosphatkonzentrationen im Küstengewässer, die Politik, die auf die Verminderung der Emissionen gerichtet ist, und die Folgen der abnehmenden Emissionen, z.B. für den Fischbestand, werden im Kapitel Eutrophierung behandelt.