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Dieren en planten

Water en land

Mens en Milieu

Kieselalgen

Maße:

bis einige Zehntel Millimeter

Blüte:

kommt im Frühjahr schnell zum wachsen und zur Fortpflanzung

Wuchsort:

freie Wassersäule oder als Schicht auf dem Meeresboden

Besonderheiten:

sehr viele Farben und Formen

  • Nie: Kiezelwieren, diatomeeën
  • Lat: Diatomeae, Bacillariophyceae
  • Eng: Diatoms
  • Deu: Kieselalgen, Diatomeen
  • Dän: Kiselalger
Diatomeen, Koninklijk NIOZ, www.nioz.nl

Kieselalgen (Diatomeen)

Hast du schon mal einen Feuerstein am Strand gefunden? Wusstest du, dass der Kiesel in diesem Stein von Millionen einzelliger Kieselalgen stammt? Diatomeen oder Kieselalgen sind im Meer wichtig.  Sie setzen sehr viel Sonnenenergie um. Kieselalgen sind die Hauptnahrung für viele Planktonfresser, wie Ruderfußkrebse und Fischlarven, die wiederum von größeren Fischen gefressen werden. So stehen die Kieselalgen an der Basis des Nahrungsnetzes im Meer. Sie leben im Wasser und auf dem Meeresboden. Kieselalgen werden bis zu einigen zehntel Millimeter groß.

  • Schachtel und Deckel
    , NIOZ-Jolanda van Iperen

    Jede Kieselalge lebt in einem Kieselgehäuse, das aus zwei Teilen besteht und die wie Schachtel und Deckel aufeinander passen. Sie haben prächtige Formen, mit Löchern und Spitzen. Genau wie andere Planktonpflanzen können Kieselalgen sich sehr schnell teilen. Dabei trennen sich die beiden Gehäusehälften voneinander und an jedem Stück wird eine neue Hälfte gebildet. Dabei wird immer die kleinere Schale neu angelegt, so dass nach jeder Teilung eine der beiden neuen Algen genauso groß ist, wie die ursprüngliche Zelle, und die andere etwas kleiner. Nach vielen Teilungen sitzen einige Zellen in einem sehr kleinen Gehäuse. Dann wächst so eine kleine Zelle erst wieder zum normalen Umfang aus, bevor sie ein neues Gehäuse bildet. Häufig bleiben nach der Teilung die neuen Zellen aneinander kleben, so dass sich Ketten und Bänder bilden. In einer derartigen Zellkette führt jede Zelle unabhängig von der anderen ihr eigenes Leben.

  • Verteidigung

    Die Kieselalgen werden von Ruderfußkrebsen gefressen. Sie wehren sich dagegen, indem sie einen Stoff ausscheiden, der die Eier der Ruderfußkrebse unfruchtbar macht. Möglichweise kann dieser Stoff auch als ein Mittel gegen Krebs eingesetzt werden.
    Einige Diatomeen haben Cadmium statt Zink in ihrem Körper. Für die meisten Lebewesen ist Cadmium stark giftig, aber diese Kieselalgen haben dafür eine Lösung gefunden. So können sie ihre eigene Giftigkeit als ‚Waffe‘ einsetzen.

  • Bodenbewohner
    , Ecomare

    Es gibt auch Kieselalgenarten, die nicht im Wasser schweben, sondern auf den Wattplaten wachsen. Forscher nennen sie ‚benthische Diatomeen‘. Diese Bodenalgen produzieren Zucker, der eine Art Leimschicht bildet. Diese Schicht wird Algenfilm genannt. Der Algenfilm sorgt dafür, dass der Schlick nicht so schnell wegspült. Im Frühjahr sind viele Wattflächen von den Kieselalgen braun gefärbt (siehe Foto). Die benthischen Kieselalgen sind die Nahrung für zahlreiche grasende Bodentiere. Viele Muscheln, wie Tellmuschel und Sandklaffmuschel, haben eine Art Staubsaugerrohr (Sipho) mit dem sie die Kieselalgen vom Boden saugen.

  • Auftrieb
    , Jolanda van Iperen, NIOZ

    Viele Kieselalgen haben allerlei Fortsätze in Form von Haaren und Stacheln. Dadurch können sie besser im Wasser treiben und schweben im Wasser. Einige Arten haben für den Auftrieb zusätzlich ein Öltröpfchen in ihrem Panzer. Des Weiteren dienen komplizierte Muster von Gruben, Rinnen und Löchern auf den Gehäusen ebenfalls der Oberflächenvergrößerung und somit dem Auftrieb. Und schließlich hat eine abgeflachte Zelle eine größere Tragfläche als eine kugelige Zelle.