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Search in the Encyclopedia
  • Nie: Duindoorn
  • Lat: Hippophae rhamnoides
  • Eng: Sea Buckthorn
  • Fra: Argousier
  • Deu: Sanddorn
  • Dän: Havtorn
Sanddorn, Ecomare

Sanddorn

Der Sanddorn wächst auf kalkreichen Böden in den Dünengebieten. Er hat für den Lebensraum 'Düne' eine besondere Bedeutung, da er mit Hilfe der Wurzelknöllchen Stickstoff in den Boden bringt. Dieser Nährstoff wird vom Sanddorn zum Teil selber verbraucht, es bleibt aber noch genügend übrig, um das Wachstum anderer Pflanzen zu fördern. Somit sieht man rund um den Sanddorn oft Holundersträucher, Brennesseln und Brombeeren. Zugvögel haben es auch die Beeren des Sanddornes abgesehen, sie enthalten besonders viel Vitamin C.

Auf Texel


, Sytske Dijksen, www.fotofitis.nl

In den Dünen von Texel wächst viel Sanddorn, genau auf der Route der Zugvögel. Sanddornzweige wurden früher auf Texel genutzt, um die Grassodenwälle mit einer dornigen Obergrenze zu versehen. Grasssodenwälle haben eine Funktion als Viehzaun. Wenn man die stacheligen Zweige auf den Wall setzt, geht dort garantiert kein Schaf drüber!

  • Guter Schutz
    , Sytske Dijksen, www.fotofitis.nl

    Sanddorn kann einen halben Meter pro Jahr wachsen. Darum hat dieser Strauch, genau wie der Strandhafer, keine Probleme mit verwehendem Sand. Um Verdunstung zu verhindern, ist der Sanddorn mit sternförmigen Schuppen ausgerüstet. Diese schützen den Strauch vor direkter Sonneneinstrahlung. Die Schuppen sind luftgefüllt und verleihen dem Sanddorn eine grau-silberne Farbe.

  • Wurzelknöllchen
    , Sytske Dijksen, www.fotofitis.nl

    Der Sanddorn ist für die Bildung der Wurzelknöllchen, die den Stickstoff binden, von Bakterien abhängig. Auf älteren Wurzeln werden keine Knöllchen neu gebildet und ältere Wurzeln bilden keine jungen Wurzelteile. Nach etwa 7 Jahren ist die Zahl der Knöllchen stark verringert und zu 80% abgestorben. Nach 10 bis 15 Jahren stirbt der Sanddorn langsam ab und andere Arten können seinen Platz einnehmen.

    Der Sanddorn ist ein wichtiger Bestandteil in der Lebensgemeinschaft der Dünen. Die Wurzelknöllchen binden Stickstoff, die Beeren und Blätter dienen als Nahrungsquelle für viele Organismen und die Pflanze bietet Schutz für Wild (Rehe) und einen Brutplatz für viele Vogelarten.

  • Neue Sprößlinge
    , Sytske Dijksen, www.fotofitis.nl

    Eine Gruppe von Sanddornsträuchern stammt meistens von einer Elternpflanze ab. Unterirdische Wurzelstöcke sorgen für neue Pflanzen. Die Gruppe ist dann ein neuer Sproß und die dazugehörigen Sträucher sind entweder weiblich oder männlich.

  • Betrunkene Vögel
    Sanddorn im Winter, Ecomare

    Die orangen Beeren sind sehr sauer. Sie werden gesammelt und für Marmeladen, Joghurt und Likör verwendet. In den Beeren sitzt der Kern, der eigentliche Samen. Viele Vögel fressen die Beeren gerne. Die harten Samen, die von den Vögeln wieder ausgeschieden werden, entwickeln sich selten zu einem erwachsenen Sanddorn. Viele Keimlinge sterben durch die Trockenheit oder werden von Vögeln und Kaninchen gefressen. Oft fehlt auch der Pilz, mit dem die Sanddornpflanzen in Symbiose zusammenleben müssen. In manchen Jahren gären die Beeren an den Sträuchern. Dann kann es geschehen, dass Zugvögel, wie Wacholder- und Rotdrosseln, davon betrunken werden.