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Aal, foto fitis, sytske dijksen

Aal

Der Aal ist ein geheimnisvoller Fisch. Erst vor kurzem wurde bekannt, wo die Aale laichen. Früher dachte man auch, dass junge Aale und ausgewachsene Aale verschiedene Fischarten waren. Sie sehen ganz verschieden aus. Aale können in Süß- und Salzwasser leben. Wenn es feucht genug ist, können sie sich sogar über Land fortbewegen. Der Aal ist momentan durch Überfischung bedroht. Auch Hindernisse zwischen Süß- und Salzwasser sorgen für Probleme. 2007 wurde der Aal zu einer geschützten Tierart ernannt und es wurde ein europäischer Plan zur Bestandserholung aufgestellt.

  • Lebenszyklus

    In der Sargassosee, im westlichen Atlantik, werden die kleinsten Larven der Aale gefunden. Darum wird angenommen, dass sich der Ort der Fortpflanzung ganz in der Nähe befindet. Ganz genau ist diese Ortsbestimmung nicht, denn die Sargassosee ist größer als ganz Europa. Jeder weibliche Aal legt Millionen Eier. Das Larvenstadium dauert ein bis drei Jahre. In dieser Zeit treiben die Larven mit den Meeresströmungen an die europäische Küste, eine Reise von 6000 km. Die Larven ernähren sich vom Zooplankton und entwickeln sich zu durchsichtigen Glasaalen mit einer Länge von 7 cm. Glasaale fressen nicht.
    Im Winter und Frühjahr kommen die Glasaale in den Flussmündungen an. Bei Flut lassen sie sich den Fluss hinauf treiben, bei Ebbe schützen sie sich in Bodennähe, so gelangen sie ohne zu schwimmen ein ganzes Stück weit den Fluss hinauf. Diese Art der Wanderung nennt man selektiven Gezeitentransport. Erst ab einer Temperatur von 10 bis 12 Grad können Aale aktiv schwimmen. Im Winter, wenn das Wasser noch kalt ist, entstehen große Ansammlungen von Glasaalen in Flussmündungen und vor Schleusentoren. In England und einigen Mittelmeerländern wird der Glasaal an solchen Stellen kommerziell gefangen.
    Nach dem nächsten Wachstumsschritt ernähren sie sich von Insektenlarven, Krebsen, Würmern und Wasserflöhen. Ab einer Länge von 25 cm fressen Aale auch Fische. Im Frühjahr schwimmen die meisten Jungaale in die Flüsse, in diesen Süßwasser bleiben sie, bis sie erwachsen sind. Ein Teil der Jungaale macht diesen Zug jedoch nicht und bleibt somit das ganze Leben lang im Brack- bzw. Salzwasser.
    Aufgrund der niedrigen Temperaturen in unseren Gewässern wächst der Aal nur sehr langsam. Ein 30 cm langer Aal, den man auf dem Markt kaufen kann, ist 8 bis 10 Jahre alt. Die Wanderung zur Fortpflanzung beginnt, wenn die Männchen etwa 35 bis 45 cm und die Weibchen mehr als 45 cm lang sind. Die Tiere sind dann noch nicht geschlechtsreif: das werden sie erst unterwegs, auf ihrem Zug zu den Laichplätzen.
    Der Zug beginnt im späten Frühjahr und Sommer. In dieser Zeit verändern sich die Aale, sie werden jetzt 'Silberaale' genannt. Die Farbe des Rückens wechselt von grün-braun zu schwarz und die Bauchseite wechselt von einem gelblichen Ton in eine metallische silberne Farbe. Auch die Augen werden größer, die Brutflossen länglicher, die Schnauze schmaler und die Aale stoppen mit der Nahrungsaufnahme. Es ist bekannt, dass Aale auf der Wanderung aus den Gräben über feuchte Weiden kriechen können. Dabei hat der Aal seine Kiemen geschlossen und nutzt die Hautatmung. Im Herbst ziehen Millionen dieser Silberaale durch die Nordsee. Man nimmt an, dass die erwachsenen Aale nach dem Laichen sterben.

  • Erforschung der Aalwanderung und Fortpflanzung

    An der Universität von Leiden (NL) wurde eine Versuchsanlage gebaut, um den Aalzug besser erforschen zu können. In einem Komplex aus Aquarien und Tunneln kann man die ganze Reise von der Sargassosee bis in die Niederlande simulieren. Die Verhältnisse von Licht, Luftdruck, Temperatur und Wasserströmung werden so gut wie möglich imitiert. Im Dezember 1997 starteten 22 erwachsene Aale aus dem Grevelingen in diesem System auf ihre Reise in die Sargassosee. Die Forscher hoffen, dass dieses Experiment mehr Deutlichkeit über den Aalzug und das Rätsel der Fortpflanzung bringt.
    Aus diesem Versuch wurde im Januar 2000 deutlich, dass die Aale in jedem Fall über genügend Fettreserven für die lange Reise in die Sargassosee verfügen. Vor allem, weil die Aale sehr effizient schwimmen, verbrauchen sie wenig Energie. Die Fische haben diese Fettreserven auch nötig, da sie während des Zuges keine Nahrung aufnehmen. In diesem Fett könnte sich auch eine Gefahr verstecken: Fette Aale enthalten relativ viel giftiges PCB, die vernichtende Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit haben.
    Genetische Untersuchungen deuten daraufhin, dass es mehrere Aalpopulationen mit verschiedenen Laichgründen geben muss. Der isländische Aal unterscheidet sich beispielsweise genetisch sehr stark vom marokkanischen Aal und dem Aal vom europäischen Festland. Ende 2000 sollen einige Aale mit leichten Sendern versehen werden, so dass die Forscher ihnen auf ihrem Zug folgen können.
    In Deutschland und den Niederlanden werden ziehende Aale mit Sendern verfolgt. Dabei wird ein Netzwerk aus Aufspürungsdrähten genutzt, die quer über den Boden der Flüsse gespannt sind. Das System wurde früher einmal für die Erforschung von Lachsartigen angelegt. Die Fische, 130 im Jahr 2005, wurden in Deutschland mit einem Sender ausgerüstet und auf ihrem Zug zum Meer verfolgt.

  • Bedrohter Aal

    Der Aalbestand in den Niederlanden ist nur noch ein Viertel des Bestandes aus den 1950ern. Die genaue Ursache des Rückganges ist unbekannt. Überfischung, Eindeichungen und der Abschluss der Flüsse durch Schleusen, Staus und Dämme können zu der dramatischen Verringerung des Aalbestandes geführt haben. Auch Klimaveränderungen und/oder Verschmutzungen können eine Rolle spielen. Laut Fischereibiologe Dekker, von IMARES und Vorsitzender der Aalarbeitsgruppe von ICES, ist möglicherweise die ursprüngliche Ursache das Aussetzen von französischen Aalen nach dem Weltkrieg. Durch diesen Import kann sich die Ökologie des einheimischen Aales zu sehr verändert haben. Seiner Meinung nach ist nur ein völliges Fangverbot die Lösung, auch dann wird es noch zweihundert Jahre dauern, bis sich der Bestand erholt hat.
    Die Aalzucht in den Niederlanden und anderen europäischen Ländern leidet unter dem Aalmangel. Seit den 1980ern hat der Einzug der Glasaale beträchtlich abgenommen. In den Niederlanden ist ein Rückgang um 99% in rund 20 Jahren zu verzeichnen. Neben dem natürlichen Zuzug setzen Fischer auch selber Glasaale aus. Dies geschah auch schon vor einem Jahrhundert. Der Glasaal wurde in den Poldern ausgesetzt, wo sie in vier bis zehn Jahren zu einem Aal in der richtigen Größe auswuchsen. Der Preis für Glasaal ist jedoch von 10 Euro pro Kilo 1980 auf 250 Euro pro Kilo in den letzten Jahren gestiegen. Chinesische Aalzuchtbetriebe bieten zudem bis zu 600 Euro für ein Kilo Glasaale.
    In England und einigen Mittelmeerländern wird der Glasaal kommerziell gefangen. Die Fischerei findet im Winter und Frühjahr in den Übergängen vom Salzwasser zum Süßwasser, wie in Ästuaren, Flussmündungen und vor Dämmen, statt. Ein großer Teil des Fanges wird in Asien in Aalzuchtbetrieben weiter groß gezogen, ein anderer Teil in der EU. Die Aalzuchtbetriebe benötigen den Glasaal, da die künstliche Fortpflanzung von Aalen bis jetzt nicht möglich ist. Ein weiterer Teil der gefangenen Glasaale wird ausgesetzt oder konsumiert, vor allem im Spanien.
    Die Probleme in der Aalfischerei müssen auf europäischen Niveau gelöst werden. Die Lösung liegt vermutlich in einer besseren Verteilung der Glasaalfänge über die europäischen Binnengewässer, kombiniert mit einer eingeschränkten Fischerei auf erwachsene Aale, so dass genug Aale in den Ozean zum laichen ziehen können. Der internationale Rat für Fischereiforschung (ICES) zog bereits 1998 den Schluss, dass der Aalbestand unterhalb des sicheren biologischen Minimums lag.
    2004 hat die europäische Kommission Maßnahmen angekündigt, um die Ausbeutung des Aalbestandes auf dem niedrigsten Niveau zu beschränken. Das Ziel dabei ist, den Aalbestand im gesamten kontinentalen Verbreitungsgebiet wieder auf ein annehmbares Niveau zu bringen. Niederländische Binnenfischer, die selber stark von der Aalfischerei abhängig sind, sorgen sich inzwischen um ihre Zukunft.

  • Goldener Aal
    Teilweise goldfarbener Aal, Jaap de Ronde, Visserijnieuws

    Manchmal wird ein besonders gefärbter Aal gefunden. 2004 wurde von den Brüdern Bout im Grevelingenmeer in knallgelber Aal mit schwarzen Flecken gefangen. Sie brachten ihn zum Biologen Dekker vom RIVO in IJmuiden. Dieser erkannte, dass es ein 'Goldener Aal' war, eine Art Albino. Durch die Abwesenheit von dunklen Farben wird das Gelb besonders sichtbar (Xanthochromatismus).

  • Verspreiding en habitat
    Verbreitungskarte Aal, Ecomare

    Onze paling komt voor vanaf de Sargassozee tot Marokko, het hele Middellandse Zeegebied, de Oostzee, tot in het noorden van Noorwegen. In de gehele Benelux komt paling in vrijwel alle oppervlaktewateren voor.

  • Verbreitungskarte Aal

    Unser Aal kommt vom Sargassomeer bis Marokko, dem gesamten Mittelmeer, der Ostsee und bis in den Norden von Norwegen vor. In den gesamten Benelux-Ländern kommt der Aal in fast allen Oberflächengewässern vor.