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Search in the Encyclopedia
  • Nie: Wijting (Molenaar, Mooie meid)
  • Lat: Merlangius merlangus
  • Eng: Whiting (silver hake)
  • Deu: Wittling (Merlan)
  • Dän: Hvilling
  • Fra: Merlan
Wittling, Ecomare

Wittling

Der Wittling ist einer der häufigsten Raubfische der Nordsee. Er kann bis zu 70 cm lang und 3 kg schwer werden. Junger Wittling frisst Krebsartige, Würmer und Tintenfische. Die älteren Tiere fressen Aalmuttern, Sprotten, Sandaal, Hering, Kabeljau und Schellfisch. Viele junge Wittlinge werden in der Industriefischerei auf Stintdorsch mitgefangen, weshalb der Bestand unter Druck geraten ist. In den Niederlanden wird der Wittling nicht sehr geschätzt, er ist das traditionelle Fischgericht für die Katze. In England wird er häufig zu Fish & Chips verwendet.

  • Bestandsentwicklung des Wittlings in der Nordsee
    Laichbestand und Fang vom Wittling, Grafik von Michel Vloon nach Ergebnissen von: ICES

    Der Laichbestand des Wittlings befand sich 1990 wahrscheinlich in der Nähe des sicheren biologischen Minimums. 1998 wurde der Lage des Wittlings kritisch. Noch nie war der Laichbestand in den letzten 35 Jahren so niedrig wie jetzt. Die letzten Altersklassen waren so schwach, dass eine Erholung nicht in Sicht war. Man riet für 1999 nicht mehr als 30.000 Tonnen Wittling für den menschlichen Konsum zu fangen und höchstens 10.000 Tonnen für Fischmehl.
    Im Jahr 2000 wurde die Fangquote für die niederländischen Fischer wiederum stark herabgesetzt. Um die Quote nicht zu überschreiten, werfen die Fischer auf der südlichen Nordsee zehntausende Tonnen von mitgefangenem Wittling über Bord. Die meisten Fische überleben dies nicht.
    Anfänglich erholte sich der Laichbestand einigermaßen (bis auf beinahe 200.000 Tonnen 2002), nahm aber in der Folge wieder ab (bis auf 100.000 Tonnen 2005). Das geschah trotz eines niedrigen Fischereidruckes. Der Wittling ist somit, ebenso wie das Familienmitglied Kabeljau, ein Sorgenkind unter den Nordseefischen.

  • Verbreitung des Wittlings